| AO-21 | ![]() |
| Kürzel : | AO-21 (manchmal auch RS-14) |
| Projektname : | Radio-M1 |
| Internationale Kennung : | 1991-006A |
| NASA-catalog-no. : | 21087 |
| Start : | 29.01.1991 von Plesetsk/Rußland |
| Erbaut durch : | AMSAT-U-Orbita und AMSAT-DL |
| Mission : | Linear- und Digitaltransponder an Bord eines Muttersatelliten |
Neben zwei Lineartranponder der AMSAT-U-Orbita, die je 80 kHz Bandbreite von 435 MHz nach 145 MHz umsetzen konnten, befand sich das RUDAK-2 Experiment der AMSAT- DL an Bord (RUDAK = R egenerativer U msetzer für d igitale A mateurfunk k ommunikation). Sein Kernstück sind zwei verschiedene Microprozessoren (65C02 und RTX-2000). Mit dem RTX-2000 Prozessor wurde die RISC-Technologie erfolgreich zur digitalen Signalverarbeitung im Weltraum erprobt.
Über insgesamt vier verschiedene Empfangskanäle im 70 cm Bereich konnten unterschiedlich modulierte Signale (BPSK, AFSK, FSK, RSM, FM-analog) vom Rechner verarbeitet werden. Über einen Sendekanal wurden die Daten oder Informationen in acht verschiedenen Modi ausgesendet.
Neben der vom 65C02-Prozessor ausgeführten Standardbetriebsart als Packet- Radio Mailbox oder Digipeater sorgten die mit dem RTX-2000 Prozessor ausgeführten Experimente bei den Bodenstationen für aufsehen. So wurden Bilder im WEFAX-Format und Grußbotschaften zu besonderen Ereignissen in digitalisierter Sprache ausgesendet. Außerdem wurde der einfache Satellitenzugriff im FM-Umsetzerbetrieb intensiv genutzt.
Leider gibt es keine Hoffnungen mehr, daß der Muttersatellit und damit AO-
21 wiederbelebt werden können,
siehe
Mitteilung
dazu von Leonid Labutin, UA3CR.
Blockdiagramm der AO-21 Transponder