Silent Key DJ5KQ, Werner Haas 

Schon von frühester Jugend an war Werner von der Funktechnik fasziniert. Dies bestimmte seine Berufswahl, und 1959 legte er auch die Lizenzprüfung ab, um mit vollem Herzen Funkamateur zu werden. 

Nachdem Werner zunächst seine berufliche Laufbahn im Elektronik-Handel begonnen hatte, fand er 1965 im Zentralen Entwicklungslabor für Elektronik der Universität Marburg ein ideales Arbeitsfeld: hier konnte er ganz seine Begabung für elektronische Entwicklungen zum Einsatz bringen. 

Aber seine Interessen und Ambitionen gingen weit über das Berufliche hinaus; anfang der siebziger Jahre begeisterte sich Werner für die Möglichkeiten, die sich aus der Kombination von Funk und Weltraumsatelliten ergeben. Diese Interessenkombination sollte sein Leitstern werden, der ihn sein ganzes weiteres Leben führen sollte.Seinen formalen Ausdruck fand dies 1973 in der Gründung der AMSAT Deutschland e.V.; Werner war von der ersten Stunde mit dabei und hat als Vizepräsident die Entwicklung der AMSAT entscheidend geformt und mitbestimmt. 

Trotz all der administrativen Aufgaben, die Werner in der AMSAT übernommen hatte, hing sein sein Herz an der Technik. Ganz besonders hatten ihn die Transponder der Satelliten fasziniert - und Werner hat für alle fünf Satelliten, die die AMSAT Deutschland bisher gebaut hat, Transponder entwickelt. Diese Herzstücke der Satelliten haben ganz entscheidend zum Erfolg der AMSAT-Missionen beigetragen. Werner war auch immer bereit, seine Begeisterung und sein technisches Wissen weiterzugeben. So erstaunt es nicht, daß ihm dies nicht nur viel Bewunderung, sondern auch viele enge Freundschaften auf der ganzen Welt eingebracht hat. Und so ganz nebenbei hat er sich mit den fliegenden Satelliten ein Denkmal geschaffen, das für Jahrzehnte einen Maßstab für besondere technische Leistungen definiert. 

Während der letzten zehn Jahre war Werners Interesse fast auschließlich darauf konzentriert, den AMSAT-P3-D Satelliten zu einem erfolgreichen Abschluß zu bringen - er sah in diesem Satelliten die Krönung seines Lebenswerks. Selbst als er schon von seiner Krankheit gezeichnet war, hat er es auf sich genommen, die letzten Abnahmeprüfungen des P3-D in USA persönlich durchzuführen. So konnte er mit der Gewißheit heimreisen, daß von seiner Seite alles Menschenmögliche getan war, um den Erfolg von P3-D zu garantieren. 

Leider war es ihm nun nicht mehr vergönnt, den Start von P3-D diesen Herbst zu erleben. Sein Tod hinterläßt in der AMSAT und im Amateurfunk eine große Lücke. Aber sein Werk wird Werner überdauern und auch künftigen Generationen ein leuchtendes Vorbild dafür sein, daß im Rahmen des Amateurfunks mit persönlichen Engagement und Zielstrebigkeit der Welt etwas zu geben ist. Wir danken ihm dafür; Werner wird durch sein Werk und in unseren Herzen weiterleben. 

AMSAT-OSCAR-40 wurde dem Gedenken an Werner Haas, DJ5KQ gewidmet und hat das Rufzeichen DP0WH bekommen.

Karl Meinzer, DJ4ZC 

Peter Gülzow, DB2OS 

Keith Baker, KB1SF


Silent Key DJ5KQ, Werner Haas

Already from early age on, Werner was fascinated by radio. This determined the choice of his professional career, and in 1959 he also took his license examen to become a radioamateur with heart and soul. 

Initially Werner started his career in the electronic retail business, but in 1965 he joined the ZEL of the University of Marburg in which he fully could bring to bear his genius for electronic developments. 

But his interests and ambitions reached beyond the purely professional; in the early seventies Werner got intrigued by the possibilities offered by combining radio-technology and space-satellites. This combination of disciplines became the guiding star for the rest of his life. This found it's formal expression in the foundation of AMSAT-DL e.V.; from the first hour on Werner shaped the development of AMSAT serving as Vicepresident. 

Inspite of all the administrative duties which Werner accepted for AMSAT-DL, his true heart remained with radio-technology. In particular Werner was fascinated by the satellite-transponders - Werner developed and built transponders for all five satellites in which AMSAT DL had a leading role. These central parts of satellites were the major factor in the success of the AMSAT-missions. Werner always was ready to pass on his enthousiasm and his technical knowhow. So it comes as no surprise that Werner was not only admired, but that he also made many close friends all over the world. And just as a side effect, the flying satellite became a monument for Werner, which for decades will constitute a yardstick for technical excellence. 

During his last ten years, Werner's main interest was to ensure the success of the P3-D satellite - for him P3-D was the crowning achievement of his life's work. Even when he was already marked by his sickness, Werner took it upon himself to personally travel to Orlando to perform the last acceptance- tests of P3-D. This gave him the assurance that he had given all in his power to make P3-D successful. 

Unfortunately Werner did not live to see the launch of P3-D this autumn. AMSAT and amateurradio are poorer for this loss. But Werner will live on through his work and thus set an example for future generations: the world can be made a little better in the context of amateurradio by personal engagement and a sense of duty. We thank him for this, Werner will continue to be with us by his achievements and in our hearts.

AMSAT-OSCAR 40 was dedicated to the memory Werner Haas, DJ5KQ, and operates under the call sign DP0WH.

Karl Meinzer, DJ4ZC 

Peter Gülzow, DB2OS 

Keith Baker, KB1SF


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