Lande- und Subsysteme

P5A als Raumtransporter

Abhängig vom erreichbaren Startfenster (2007 oder 2009) kann die P5A-Marssonde der AMSAT-DL nach aktuellen Berechnung zwischen 60 und 100 kg Zusatznutzlast zum Mars mitnehmen und dort in Richtung Oberfläche absetzen.

Mit derartigen Nutzlasten lassen sich wissenschaftliche Untersuchungen der Marsatmosphäre und Marsoberfläche durchführen. Die Suche nach existierendem oder früheren Lebensformen auf dem Mars ist nach wie vor eine der spannendsten Aufgaben auf unserem Nachbarplaneten.

Die AMSAT-DL hat eingeladen, entsprechende Vorschläge einzubringen. Dazu liegen neben der Idee von sogenannten Nanosatelliten, z. B. für Okkultations-
messungen durch die Marsatmosphäre,  und Mikro-
landern
(Pebbles) auch Vorschläge für einen Marsballon und Minirover vor.

Ein Nanosatellit (10 x 10 x 10 cm³), wie er auch von Funkamateuren um die Erde geschickt wurde, könnte von der P5A-Sonde abgesetzt werden und Experimente auf tiefer gelegenen Mars-Umlaufbahnen durchführen.

Animation des Ballonvorschlags der Mars Society Deutschland

ARCHIMEDES - Ein Ballon zum Mars

Die Mars Society Deutschland hat der AMSAT-DL einen Ballon zur Mitnahme vorgeschlagen und arbeitet bereits an dessen Entwicklung. Nach dem Absetzen vom P5A-
Marsorbiter bremst die Ballongondel ab und nähert sich der Marsatmosphäre. Oberhalb der Atmosphäre soll der Ballon aufgeblasen werden. Das System könnte dann beim Eintritt damit weiter abgebremst werden.

Die Gondel mit den wissenschaftlichen Experimenten und einer Kamera soll in Höhen von etwa 7.000 m über der Oberfläche, durch die Marswinde angetrieben, schweben. Die gemessenen Atmosphärendaten und Bilder können über die P5A-Sonde in ihrer Marsumlaufbahn zur Erde gesendet werden.

 

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Mars Society Deutschland