GPS-Navigation
In Zusammenarbeit zwischen der NASA und AMSAT-NA wird auf P3D ein kommerzieller
GPS-Empfänger vom Typ Trimble TANS zum Einsatz kommen. Dieses System wurde
auch im Space Shuttle schon mehrfach eingesetzt. Neben der Eigenbestimmung
von Keplerdaten anhand der Positionsdaten, ist darüber hinaus an eine echte
Fluglagebestimmung des Satelliten gedacht. Am Satelliten werden dazu gleich
mehrere GPS-Antennen angebracht und die Laufzeitunterschiede der GPS-Signale
zwischen diesen Antennen gemessen. Handelsübliche GPS-Empfänger
können aus verschiedenen Gründen nicht eingesetzt werden, daher musste
auf eine Spezialentwicklung zurückgegriffen werden. Die Positionsdaten
werden auch über die RUDAK-Baken abgestrahlt.
Da der Satellit im endgültigen Orbit in allen drei Achsen geregelt werden
soll und eine optimale Ausrichtung zur Erde (Antennenstrahlrichtung) und zur
Sonne erzielt werden muß, ist eine exakte Vermessung der Fluglage
unumgänglich. Hierzu werden in erster Linie entsprechende Sonnen- und
Erdsensoren am Satelliten eingesetzt, die vom Bordrechner ausgewertet werden.
Das GPS-Experiment soll hier zusätzliche Daten und eine höhere
Genauigkeit bei der Navigation liefern. Die aktive Fluglageregelung erfolgt dann
über sogenannte Drall- bzw. Drehmomenräder, die autonom vom
Bordrechner gesteuert werden.
siehe auch:
Übersicht
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P3-D Übersicht
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Glossar