| Bodenstationen der Mission GO-Mars |
|
|
| Geschrieben von: Frank Sperber |
| Montag, den 02. Januar 2006 um 15:51 Uhr |
|
Nahezu die Hälfte des finanziellen und technischen Aufwands der P5A-Marsmission ist den Bodenstationen zur Kontrolle der Marssonde und zum Empfang der wissenschaftlichen Daten beizumessen. Gerade in kritischen Phasen wie Orbit- und Lagemanöver sind leistungsstarke Sende- und Empfangseinheiten am Boden erforderlich.
![]() Die Antenne in Bochum hat 20 m Durchmesser und konnte z. B. Cassini in 1,4 Mrd. km Entfernung hören. Die Bochumer 20-m-Antenne Die 20 m im Durchmesser große Antenne der Sternwarte Bochum (Institut für Umwelt- und Zukunftsforschung, IUZ) stammt aus den 60er-Jahren und wurde z. B. zum Empfang von Signalen der Mondlandungen genutzt. Seit einiger Zeit gab es für diese Antenne keine Nutzung mehr, und sie drohte nach einem Sturmschaden verloren zu gehen.
Durch den gemeinsamen Einsatz der Teams von IUZ und AMSAT-DL konnte die Anlage zunächst restauriert und in einem zweiten Schritt durch die AMSAT-DL auch reaktiviert werden. Durch den Empfang vieler Raumsonden inklusive ESAs Mars Express und der NASA-Satrunsonde Cassini und das Senden von Signalen über den Mond als Reflektor hat die Bochumer Antenne schon Ende 2003 ihre Tauglichkeit als Bodenstation für die Marsmission demonstriert. Bisheriger Empfangsrekord ist die Sonde Voyager 1 in rund 14 Milliarden Kilometern am Rande unseres Sonnensystems.
![]() Ab einer Antennengröße von 1 m Durchmesser werden die Signale der AMSAT-DL-Marsmission zu empfangen sein. Ab 2 - 3 m können auch Daten dekodiert werden. Hintergründe - mehr zum Thema
|
| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 11. März 2009 um 01:18 Uhr |



