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ImageAuch nach 30 Jahren der Erfahrung im Bau und Betrieb von Satelliten ist für eine Organisation wie die AMSAT-DL ein Flug zum Mars eine große Herausforderung. Für die P5A-Marsmission sind die wesentlichen Grundlagen mit den früheren Missionen gelegt worden. Dennoch gilt es, in manchen Teilbereichen Neuland zu betreten. Und so sollen neuen Technologien an Bord einer kleineren Satellitenmission um die Erde erprobt werden. Die betrieblichen Aspekte der Fernbedienung einer Marsmission soll zuvor mit diesem Phase-3-Express (P3E) genannten Projekt trainiert werden.

P3E offen
Blick in das Innere von P3E

In Bezug auf die Marsmission stehen folgende Komponenten der P3E-Mission im Mittelpunkt:

  • Kohäreneter Transponder für die Kommunikation zwischen Mars und Erde und die genaue Entfernungsmessung zur Sonde
  • Ultra-Stabiler Oszillator als hochgenaues Frequenznormal für Bordrechner und Funksysteme
  • Sternen-Navigationskamera für eine präzise Lagebestimmung im All
  • IHU3-Bordrechnerkonzept mit DSP-Funktionalität für die Datenübertragung und -auswertung
  • CAN-Bussystem zur vereinfachte und flexibleren Modulverdrahtung sowie Massereduktion
P3E Labor
In den Marburger Laboren der AMSAT-DL entsteht P3E. Im Bild wird die fertige mechanische Struktur für den Einbau der Elektronikmodule vorbereitet.

Neben den für die P5A-Marsmission zu testenden Komponenten sollen wichtige Bedienprozeduren, wie die Lagebestimmung und -regelung, die Kommunikation mit dem Bordrechner über sehr schwache Funksignale, die eine Funkstrecke zum Mars simulieren können, erprobt werden.

Außerdem werden den Funkamateuren in Rahmen des AMSAT-DL-Forschungsgebiets "Unkoordinierter Vielfachzugriff" mehrere Transpondersystem in den Frequenzbereichen 145 und 435 MHz sowie auf den Mikrowellenbändern 1,27, 2,4, 5,67, 10,45, 24 und 47 GHz zur Verfügung stehen.

Der P3E-Satellit entsteht derzeit im Labor der AMSAT-DL in Bochum und soll für einen voraussichlichen  Start ab Ende 2018 fertig gestellt werden.