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Prototyp von STELLA

SDX ist ein neues Kürzel, welches man sich in Zukunft wohl merken muss und das sicher noch öfters von sich Reden machen wird. SDX steht für „Software Defined Transponder“, also einem Transponder, dessen wesentliche Eigenschaften durch Software und digitale Signalverarbeitung (DSP) bestimmt werden. Ein neuartiger SDX-Transponder soll nun als „Plug-In“ für den U/V-Transponder von P3-E fliegen. Ein wichtiger Grund für die Entscheidung war die Tatsache, dass dank des SDX eine „Alligator-Bremse“ in Form von LEILA oder STELLA realisiert werden kann und diese als besonders nützlich für den UV-Transponder erachtet wird.

 

 

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SDX technical discussions

 

Bereits am Rande des „AMSAT Gipfeltreffens“ Anfang Januar 2007 gab es einen intensiven Informationsaustausch, wie der schon länger angedachte SDX nun auch tatsächlich in die Praxis umgesetzt werden kann, mit allen Konsequenzen. Das SDX-Meeting wurde dann am 27. Januar fortgesetzt, um sämtliche Interface-Fragen und Spezifikationen festzuschreiben. Howard Long G6LVB von AMSAT-UK wird das komplette SDX-Modul für P3-E bereitstellen. Das Modul beinhaltet auch den U-Band (435 MHz) Empfänger für die 70cm-Uplink, der im Wesentlichen ein Nachbau der bewährten 70cm-Empfangstechnik der P3-Vorgängersatelliten ist und von Steve VK6WN/M0CRX gebaut wird. Ebenso gehört auch ein Kommando-Empfänger dazu, der bereits von Mirek Kasal OK2AQK fertiggestellt wurde. Der U-Rx versorgt den SDX mit einem 10,7 MHz Passband-Signal. Da die weitere ZF-Leitungen ursprünglich für RUDAK geplant waren und im Kabelbaum verlegt wurden, steht dem SDX auch ein 10,7 MHz Passband-Signal vom L-Band Empfänger (23cm) zur Verfügung. Auf der Ausgangsseite liefert der SDX bereits das 145 MHz-Passband für den 2m Sender, als ein getrenntes Phasen- und Amplitudensignal (Hüllkurve) für den HELAPS-Modulator. Damit lässt sich ein weitaus höherer Wirkungsgrad gegenüber herkömmlichen Konzepten erreichen, da die Zerlegung im SDX in Software erfolgt. Der HELAPS-Modulator versorgt die V-Band Hochleistungs-Endstufe, die von Konrad Hupfer gebaut wurde und zwischen 50-60 Watt PEP liefert. Zusätzlich hat der SDX auch einen ZF-Ausgang, der ein herkömmliches analoges Passband für den S-Band Exciter zur Verfügung stellt.

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Howard G6LVB und Achim DH2VA
Neben dem primären UV-Mode, wären im SDX auch LV-Mode, LS- und US-Mode denkbar. Die bekannte 400 Bit/s PSK Telemetriebake wird vom SDX in Software realisiert.