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Frei  nach der französischen Heroldsformel «Le roi est mort, vive le roi» („Der König ist tot, es lebe der König“) bedauern wir die Schließung des „Zentralen Entwicklungslabor“ der Universität Marburg, können uns aber aus Sicht der AMSAT-DL gleichzeitig über den Fortbestand und die Kontinuität des ZEL als AMSAT-Satellitenschmiede in Deutschland freuen.

Mit der Schließung des ZEL im Dezember 2007, geht nach 42 Jahren in der Ernst-Giller-Straße 20 in Marburg eine Ära zu Ende.

Doch dies ist nicht das Ende des ZEL's.  

Als „Zentrales Entwicklungslabor für Amateurfunksatelliten und interplanetare Raumfahrt“ der AMSAT Deutschland soll es weiterbestehen und in einem neuen Licht glänzen. Wichtige Aufgaben, wie die Fertiggstellung des P3-E Satelliten und neue Ziele, wie die P5-A Mars-Mission warten bereits.

Mit der Universität Marburg wurde im November eine Vereinbarung unterzeichnet, wonach die AMSAT-DL das Inventar des ZEL erhält. Im Gegenzug übernimmt die AMSAT-DL die Verpflichtung nicht mehr benötigte Geräte zu entsorgen und die Räumlichkeiten, die nicht von der AMSAT-DL nachgemietet werden, besenrein zu übergeben und die notwendigen Rückbauten durchzuführen. Die AMSAT-DL tritt als Nachfolger in den Mietvertrag der Universität Marburg ein, wobei die erforderlichen Räumlichkeiten sich auf die Hälfte reduzieren.

Für die AMSAT ist diese Einrichtung mit der einmaligen Infrastruktur immens wichtig und bietet so auch die einzige Chance den P3-E Satelliten in absehbarer Zeit fertigzustellen. Gleiches gilt auch für die Vorbereitung der P5-A Mars-Mission, die jetzt in die entscheidende Phase kommt. Da ein Umzug nach Stuttgart in das neue Raumfahrtzentrum Baden-Württemberg frühestens in 3-4 Jahren möglich wäre,  ist mit dem ZEL auch die kurzfristige Handlungsfähigkeit der AMSAT-DL gewährleistet.  Der zusätzliche Finanzbedarf stellt natürlich eine hohe Belastung dar, aber dank der besonderen Unterstützung von AMSAT-NA und AMSAT-UK ist die erste Hürde geschafft und wir hoffen auf weitere Unterstützung auch aus den eigenen Reihen.

 

Weitere ausführlichere Infos dazu im kommenden AMSAT-DL Journal.