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Am 6. Dezember des zurückliegenden Jahres trafen sich bei der AMSAT-DL in Marburg die Designer des Endstufenmoduls für 145 MHz und 2400 MHz mit P3E-Projektmanagement und -Projektleitung. In dem mehrstündigen Treffen standen die modulinternen elektrischen und mechanischen Schnittstellen im Mittelpunkt.
An dem Treffen nahmen Konrad Hupfer (Endstufenmodule), Danny Orban und Gerald Moernaut (HELAPS), Karl Meinzer sowie Heike Straube teil. Seitens des AMSAT-DL-Vorstands war der 2. Vorsitzende Frank Sperber zugegen.

Das Endstufenmodul (Modul E03) von P3E setzt sich aus vier einzelnen Baugruppen zusammen:
- dem 145-MHz-Endstufenstreifen
- dem 2400-MHz-Endstufenstreifen
- je einem HELAPS-Modulator für die Endstufen
Außerdem übernimmt ein CAN-DO-Interface die Umwandlung und Aufbereitung der modulinternen Telemetriesignale für den CAN-Bus sowie die Umsetzung der Steuersignale vom IHU-3-Bordrechner. Da das Endstufenmodul aus zwei verschiedenen Hardware-Schmieden bestückt wird und seitens der AMSAT-DL aus Marburg das Modulgehäuse gestellt wird, war eine umfangreiche Koordination der Beteiligten notwendig.

Zum Treffen am 6.12.2005 brachte Konrad Hupfer die beiden Streifen der Sendeverstärker mit, die in das Endstufenmodul integriert werden sollen. Bis auf kleinere Änderungen und Anpassungen sind beide Endstufen flugfertig. Die abgesprochenen Anpassungen beziehen sich insbesondere auf die Anordnung einiger Übergabepunkte zum HELAPS-Modulator und zu den Antennenausgängen. Außerdem wurden die mechanischen Erfordernisse an das Modulgehäuse, das den gesamten Endstufenblock einfasst, festgelegt. Gegenüber der bislang vorgesehenen Lösung konnte die Abschirmung der Endstufenstreifen durch zusätzliche Bleche verbessert werden. Außerdem wurden einige HF-Zugänge verlagert, um besser dem Design der Endstufen zu entsprechen.
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Blockschaltbild der 2,4-GHz-PA. Ausgangsleistung: 38 W PEP.

Danny Orban und Gerald Moernaut brachten eine Prototypenplatine des S-Band-Steuersenders mit. Bezüglich ihrer HELAPS-Modulatoren konnten wichtige Parameter zur Ansteuerung und Modulation der Endstufen für 145 MHz und 2400 MHz definiert werden. Dazu gehören die maximale Modulationsspannung der jeweiligen Endstufen sowie Gate- und Versorgungsspannungen der einzelnen Verstärkerstufen. Anhand dieser Definitionen können nun die HELAPS-Modulatoren abschließend entwickelt und aufgebaut werden. Sobald die Modulatoren fertig gestellt werden, können alle Komponenten des PA-Moduls in das neue Gehäuse integriert werden.

Aus Sicht der Satellitennutzer sind sicher die mit den Endstufen erzielbaren Leistungen interessant. Die Messprotokolle weisen für die 2-m-Endstufe eine PEP-Leistung von 60 W und für die 13-cm-PA noch 38 W PEP aus. Die Punkte des maximalen Wirkungsgrads liegen jeweils etwas unterhalb der Spitzenleistung, so dass im späteren Betrieb Spitzenleistungen von etwa 50 W auf 145 MHz und ca. 30 W auf 2400 MHz ausgegangen werden kann. Damit können Signale ähnlich denen des B-Transponders von AO-10 und AO-13 sowie etwa denen des S2-Modes von AO-40 erwartet werden.