Editorial AMSAT-DL Journal


Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Sie haben es schon gemerkt, das AMSAT-DL Journal erscheint ab diesem Jahrgang in einer modernisierten Form. Die größte Neuerung ist die Möglichkeit, auf einigen Seiten farbige Abbildungen drucken zu können. Damit geht ein schon länger gehegter Wunsch in Erfüllung. Gleichzeitig konnte auch ein Seitenvergrößerung auf das in der Zeitschriftenlandschaft üblichere DIN-A4-Format umgesetzt werden, wodurch auch ein etwas mehr Inhalt in das Journal passt.

Ein wichtiger Schritt für den Start neuer AMSAT-DL-Projekte wurde im November letzten Jahres durch unseren Internationalen Satellitenworkshop in Marburg vollzogen. Einen Bericht dazu finden Sie auf den folgenden Seiten. Die rund 50 Teilnehmer symbolisierten große Bereitschaft an zukünftigen Missionen mitzuwirken. Sowohl an einem neuen Kommunikations- und Experimentalsatelliten im Erdorbit als AO-40-Nachfolger wie auch für die bereits vorgestellte Marsmission besteht großes Interesse. Allerdings sind in beide Richtungen noch Fragen offen. Es wurde aber klar, dass die Mars-Mission nur ohne den finanziellen Support der Funkamateure möglich sein wird, dies war allerdings auch nie anders geplant. Dadurch können dort akquirierte Mittel in einen Erdsatelliten fließen. Technologisch würden beide Projekte nach ersten Einschätzungen durchaus voneinander profitieren.

Wir hoffen auf dem diesjährigen AMSAT-DL-Symposium und der Mitgliederversammlung weitere Ergebnisse der Machbarkeitsuntersuchungen bzw. erste konkrete Maßnahmen vorstellen zu können. Allerdings wird das Symposium in diesem Jahr aus organisatorischen Gründen nicht wie gewohnt im März stattfinden, sondern musste um einige Wochen verschoben werden (auf den 4. Mai, nähere Informationen werden in Kürze folgen). Dadurch besteht die Möglichkeit, aktuell über die bis dahin hoffentlich erfolgreich umgesetzte Dreiachsstabilisierung auf AMSAT-OSCAR 40 und die damit verbundenen Betriebsverbesserungen berichten zu können.

AO-40 erfreut sich auch in der Spinstabilisierung weiterhin zunehmender Beliebtheit. Derzeit befindet sich der Satellit allerdings durch den saisonal ungünstigeren Sonnenwinkel in einer Art Winterruhe mit etwas eingeschränkten Transponderzeiten aber dafür guten Signale bei geringerer Entfernung zur Erde. Ab April steht AO-40 dann wieder im Apogäum für ausgiebigen Funkbetrieb und weitere Experimente zur Verfügung. In diesem Journal finden dazu wieder neue Anregungen für Arbeiten und Untersuchungen an der eigenen Bodenstation.

Weiterhin viel Spaß und Erfolg mit den Amateurfunksatelliten wünschen Ihnen

Peter Gülzow, 1. Vorsitzender
Frank Sperber, 2. Vorsitzender