| AMSAT-OSCAR 40 (Phase-3D) 2000
bearbeitet von Frank Sperber, DL6DBN/AA9KJ |
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Wir wünschen ein gutes neues Jahr, das uns hoffentlich AO-40 zu einem
erfüllten Leben zurückbringen wird. Vielen Dank für all
die guten Wünsche und die Unterstützung. Beides ist in diesen
"nervösen" Tagen der Wiederbelebung von AO-40 willkommen. Wir werden
uns bemühen, neben Arbeit und Familie, über die Fortschritte
so gut wie möglich zu berichten.
cu all perhaps on AO-40 nxt year, 73
Frank Sperber
, DL6DBN/AA9KJ
Editor/Webmaster AMSAT-DL Journal
AO-40
1 26609U 00072B 00358.71606277 -.00000218 00000-0 00000 0 0 187
2 26609 6.1606 236.5770 8132258 196.7771 94.8789 1.26873911 677
Satellite: AO-40
Catalog number: 26609
Epoch time: 00358.71606277
Element set: 18
Inclination: 6.1606 deg
RA of node: 236.5770 deg
Eccentricity: 0.8132258
Arg of perigee: 196.7771 deg
Mean anomaly: 94.8789 deg
Mean motion: 1.26873911 rev/day
Decay rate: -2.18e-06 rev/day^2
Epoch rev: 67
Checksum: 322
According to S-Band observations best MAs to get reasonable signals from AO-40 S2-MB (around 2401.325 MHz +/- Doppler) are from MA 9 to MA 32.
In "Spacefligt Now" you can find a brief article about AO-40's recovery: spaceflightnow.com/news/n0012/27ao40/
Peter Gülzow, DB2OS, fasste die aktuellen Aktionen des AO-40-Kommandoteams
zusammen:
"Die Bemühung um AO-40 konzentrierten sich um Housekeeping-Tasks,
um die Systemleistung an Bord zu verbessern und zu stabilisieren. Es wurden
neue Routinen geladen, um alle Funktionen der Batterieladeregler wiederherzustellen.
AO-40 hat eine positive Energiebilanz und gut geladene Batterien. Außerdem
wurde mittlerweile die Flugsoftware komplett geladen. Einige Routine für
Memroydumps (D-Blöcke) und Whole Orbit Daten (WOD) können später
noch geladen werden.
Kommandostation James Miller, G3RUH, berichtet, dass sich Kommandos
zu AO-40 im L-Band sehr einfach senden lassen (nur ~250 Weirpc bei 50°
Squint!). Demnach scheint der L-Band Empfänger wie erwartet zu arbeiten.
Eine erster Blick auf die Telemetrie zeigt, dass der Heliumdruck
auf dem Stand ist, wie er nach der ersten Zündung des 400-N-Triebwerks
war. Außerdem zeigen einige Temperatur- und Stromsensoren falsche
Werte an. Der Sonnensensor funktioniert gut und zeigt einen Sonnenwinkel,
wie er zu erwarten war. Die per Telemetrie empfangene Spinrate stimmt allerdings
nicht mit der über das S-Band-Wobbling gemessenen überein. Danach
hat es eine nennenswerte Erhöhung des Spins gegeben. Um die zu analysieren
und zu verstehen, was passiert ist, wird noch mehr Zeit vergehen.
Die gute Nachrichtist, dass AO-40 wieder unter Kontrolle
ist. In den nächsten Tagen sollen weitere Software geladen und die
verschiedenen Uplinkbänder überprüft werden. Erst dann kann
wieder ein Kommando gesendet werden, um den 2-m-Sender erneut einzuschalten."
Nach Empfangsbeobachtungen im S-Band liegen die besten Zeiten für ausreichende Signale der S2-MB (um 2401,325 MHz +/- Doppler) zwischen MA 9 und MA 32.
DJ4ZC:
A first (quick) look has revealed that some temperature
sensors and possibly some current sensors have been lost by whatever incident
caused the telemetry transmissions to stop. However, the power situation,
in particular the battery voltages, look nominal.
We will now start a detailed analysis of the situation;
the command stations will continue to follow a conservative philosophy
with the primary target of not causing any additional damage along with
retaining as much evidence as possible for the analysis of the incident.
Furthermore, command stations will now try to uplink the
entire operational software package, which in particular should establish
positive control over the power generation system. From there on, the communications
capabilities of the spacecraft will be explored. The 2-meter transmitter
is considered off limits for the time being (in case that it may have been
damaged and thus might have the potential to cause the IHU to crash). The
risk is too large before the WARTE-ORBITS and COMMAND-ASSIST programs have
been updated to reflect the actual capabilities of the satellite available
after the incident.
During the next few days we hope to learn to what extent
the satellite was damaged and to what extent this will impact mission targets.
When we have further analysis, we will report again.
73's, Karl, DJ4ZC
DB2OS
und
DJ4ZC
melden,
dass das IPS Betriebssystem erfolgreich zum Satelliten geladen wurde und
erste Telemetrie zur Verfügung steht. Ein erster schneller Blick zeigt,
dass wodurch auch immer einige Temperatur- und Stromsensoren beschädigt
zu sein scheinen. Die Energiebilanz (Batteriespannung) sieht normal aus.
Nun beginnen die genauen Untersuchungen des Satellitenzustands und der
Ursachen für die Defekte.
Zunächst soll die gesamte Betriebssoftware geladen
werden, um das Stromversorgungssytem wieder aktiv steuern zu können.
Dann können die verschiedenen Kommunikationskanäle (RX und TX)
auf ihre Verfügbarkeit hin überprüft werden. Dabei soll
weiter in bedächtigen Schritten vorgegangen werden. Der 2-m-Sender
bleibt bis zum update und upload einer modifizierten WARTE-ORBIT und COMMAND-ASSIST-Software
aus, falls er eine Störung hat und zu den IHU-1-Abstürzen geführt
hat.
In den nächsten Tagen wird man hoffentlich erfahren
können, in wieweit der Satellite beschädigt ist und in welchem
Maß dadurch die Missionsziele berührt werden. Sobald neue, gesicherte
Erkenntnisse vorliegen, werden wir darüber berichten. 73
AMSAT-OSCAR 40 sendet wieder! Am 25. Dezember um 21:45 sendet die Kommandostation
Ian, ZL1AOX, ein RESET-Kommando über das L-Band und einen Initialisierungsblock,
der die Mittlere Bake des S2-Senders einschaltet. Direkt nach dem ersten
Versuch kam die Bake auf 2401,305 MHz mit Signalen von S5 bis 6, die denen
entsprechen, die bei den letzten S2-Sendeversuchen gemeldet wurden.
Die S2-Bake produzierte ein stabiles Signal und durch
das Dopplerwobbling ist klar, dass es in der Tat von AO-40 kommt. Ian,
ZL1AOX, berichtete, dass er die Bake mit einer Spektrogrammsoftware bis
zum LOS am 26.12. um 03:45:15 beobachten konnte. Der Untergang laut NORAD-Keplerdaten
#12 wäre 5 Sekunden später gewesen. Die Entfernung betrug zu
diesem Zeitpunkt etwa 61 470 km. (Danke an DB2OS für diese Information)
Moe Wheatley, AE4JY, works on a new demodulator/decoder-software to read AO-40's PSK-beacon with a WIN-soundcard-system. His "pre-alpha" software can be found at www.qsl.net/ae4jy/
In der neuesten Ausgabe des Arianespace Newsletters eSpace wurde ein kleiner
Artikel mit einigen Bildern über AO-40/P3-D veröffentlicht. www.arianespace.com/news_espace.html
Moe Wheatley, AE4JY, arbeitet an einer neuen Demodulator/Dekodersoftware zum Empfang der PSK-Bake von AO-40 mit einer WIN-Soundkarten Kombination. Seine Vorversion kann unter www.qsl.net/ae4jy/ heruntergeladen werden.
| AMSAT News Service: NORAD has
found AO-40 to be in one piece
The radar cross section was as expected with no other pieces found nearby. This should end speculation of an explosion as NORAD found only one object with a radar cross section that was consistent with a satellite the size of AO-40. The command station team is continuing recovery operations. AMSAT-NA's N2WWD provided ANS the following preliminary Keplerian elements based on a single radar pass (see below). More accurate orbital elements should follow from NORAD in the near future -- following a second radar pass that should provide time and geometric distribution of the tracking data. [ANS thanks AMSAT-NA and AMSAT-DL for this information] AMSAT , 18.12.2000
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Fast vier Wochen sind nun seit dem Start vergangen, und es gibt einige
gute Dinge und einige schlechte Dinge zu berichten.
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Nearly four weeks have now passed since the launch, and there are some
good things and some bad things to report.
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Ein weiteres wichtiges System von AO-40 konnte mittlerweile erfolgreich
in Betrieb genommen werden: RUDAK, das digitale Packet-Radio-System. Das
RUDAK-Team konnte bereits erste Kommandos zu RUDAK-A absetzen. Während
der Zeiten, in denen der S2-Sender an war, konnte RUDAK-A schon auf 2401,747
MHz +/- Doppler mit 9600 bps FSK gehört werden. In den nächsten
Tagen soll die Betriebssoftware in den Rechner geladen werden. RUDAK ist
ein wichtiges Kommunikationssystem für die Experimente GPS, CEDEX,
SCOPE und den HF- Monitor. Über RUDAK werden die Experimentatoren
Zugriff auf die Messdaten haben. Die Frequenzen der weiteren 9k6 Ausgaben
sind mit dem S2-Sender bei etwa: RUDAK-A 2401,747 und 2401,720; RUDAK-B
2401,867 and 2401,847 MHz. Während der Inbetriebnahmephase kann ohne
Ankündigung zwischen den Frequenzen gewechselt werden. Der S2-Sender
ist nun von MA 16-30 eingeschaltet.
Die AMSAT-France hat die Windows-Version ihres AO-40 Decoders herausgegeben.
Er kann unter www.amsat-france.org
heruntergeladen
werden. Auf den Softwareseiten des AMSAT-DL-Warenvertriebs ist eine Übersicht
der Telemetrieprogramme mit einigen Installationstipps abrufbar: www.amsat-dl.org/vertrieb/p3t
.
DL6DBN beschreibt unter www.dl6dbn.de/ao-40/tlm.htm
die
Kombination aus Hardwaredekoder (Kit) und P3T-Software (
www.cstone.net/~w4sm2/software2/P3t_AP.zip
)
Außerdem ist eine englischsprachige Seite für Einsteiger online gegangen: ao40.homestead.com
Auf den Seiten des AMSAT-DL Warenvertriebs gibt es nun eine deutschsprachige Beschreibung zur Softwarekombination aus P3T für die Telemetrieanzeige und dem Phase3-Soundkartendekoder von IZ8BLY: www.amsat-dl.org/vertrieb/p3t
Es tut sich etwas in Sachen Demodulation. Zwei Programme sind nun erhältlich,
die eine Ausgabe für die Telemetriesoftware P3T von Stacey Mills,
W4SM, liefern. Nino Porcino, IZ8BLY, hat die Version 0.3 seiner seit einigen
Tagen im Einsatz befindlichen Software herausgegeben. Dave Page hat ein
weiteres Programm zur Demodulation der AO-40 Bakensignale geschrieben.
Beide Programme fungieren als Internetserver, der nach Eingabe der entsprechenden
IP- Adresse von P3T connected werden kann. Informationen zur Konfiguration
geben beide Autoren auf ihrer Homepage:
iz8bly.sysonline.it/P3D
wind.dave-page.com/psk400/
Tip: Bei jeder Änderung der IP-Adresse unter P3T
vor dem nächsten Connectversuch einmal über "TCP/IP off" gehen.
Wenn dem Rechner ein Netzwerkname zugeteilt wurde, sollte dieser eingegeben
werden. Beides erleichterte bei DL6DBN (W98,P-200) die nicht immer problemlos
verlaufene lokale Verbindungsherstellung.
Ein neues Programm zur Demodulation der PSK-Bake von AO-40 ist verfügbar. Thomas Sailer, HB9JNX/AE4WA, hat eine Software geschrieben, die für verschiedene Plattformen (u.a. Win, div. Linux) inklusive Quellcode zur Verfügung steht. Allerdings wird derzeit kein Logfile z. B. für die P3T-Software angelegt. Es werden lediglich die CRC, ein HEX-Dump und ein ASCII- Dump der Datenblöcke angezeigt: http://www.ife.ee.ethz.ch/~sailer/ham/p3d/
Es gibt inzwischen auch eine Telemetriesoftware für den Apple-Mac in der Beta-Version. Mangels Mac konnte sie vom Autorenteam aber nicht getestet werden: www.goldensquare.net/MacTLM/MacTLM.sit
Paul Willmott, VP9MU, sammelt seit Tagen die Inhalte der D-Blöcke
aus der Bakenübertragung von AO-40. Mit Hilfe der geloggten Daten
anderer Stationen hat er mehrere Bilder entschlüsseln können.
Mark Hammond, N8MH, hat sie in einer inoffiziellen Bildersammlung ins Internet
gestellt. Eine offizielle, kommentierte Sammlung der besten Aufnahmen mit
verwertbarem Inhalt wird in den nächsten Tagen erscheinen.
camel.campbell.edu/~hammond/ham/p3d/images/
"Es gibt nun einen Zusammenhang zwischen der Höhe des Apogäums und der benötigten Energie für die Inklinationsanhebung. Aus einem höheren Orbit heraus kann man Treibstoff dabei sparen, und die Ersparnis zuvor für die Erreichung des höheren Orbits einsetzen. Ob man das nun vor, während oder nach dem Einsatz des Arcjet-Triebwerks macht, macht nur sehr geringe Unterschiede. Die Vorteile einer ersten Zündung mit dem 400-N- Raketenmotor sind:
Claudio Ariotti, IK1SLD, hat eine Internetseite mit Snapshots der TV- Übertragung vom Start erstellt. Unter anderem ist auch Peter Gülzow, DB2OS, AMSAT Mission Director im Jupiter-Kontrollzentrum zu sehen: www.ik1sld.org/phase3d_launch.htm . Ein Klick auf die Vorschaubilder führt zur vergrößerten Aufnahme.
Auf die aktuellen Gegebenheiten angepasst wurde ein älterer Beitrag zum Thema Phase-3-Telemetrieempfang: www.dl6dbn.de/amsat/adlj-tlm.htm . Die Kosten für den Selbstbau (kein Abgleich, kein SMD) des vorgestellten Demodulators von G3RUH belaufen sich je nach Bauteilequelle auf ca. 160 DM ohne Gehäuse. Mit Gehäuse und P3T-Software kann man also für weniger als 250 DM dank Telemetrie immer aktuell über den Zustand von AMSAT-OSCAR 40 informiert sein (siehe z. B. Statusbericht von gestern unten oder Messwerte von heute oben).
| AMSAT-OSCAR 40 Statusbericht
von Projektleiter Karl Meinzer, DJ4ZC via AO-40-Bake 1. AO-40 hatte einen perfekten Start und wurde in eine nominale
Umlaufbahn gebracht.
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K AMSAT OSCAR 40 **STATUS
REPORT FROM DJ4ZC** (2000-11-20)
1. AMSAT OSCAR 40 had a perfect launch on Nov. 16 and was injected
into a nominal orbit.
--73s Karl-- |