Gedanken zu einer harten Mondlandung (war: Re: [Forum] Finanzprobleme der AMSAT gelöst!)

Achim Vollhardt avollhar at physik.uzh.ch
Thu Oct 25 11:26:48 CEST 2007


Hallo Guenter,

also ich denke Mal ins Unreine (bin da auch kein Experte..):

Brennstoffzelle: soweit mir bekannt ist, sind die recht 
temperaturempfindlich. Wenn man die Tanks fuer Wasserstoff und 
Sauerstoff hinzurechnet, ist man mit einem grossen Batteriepack bei 
begrenzter Lenensdauer wohl besser bedient.

Stossabsorbierende Huelle: machen wir mal eine einfache 
Energie-Rechnung. Wir nehmen an, dass wir direkt aus einer Erde-Mond 
Transfer Bahn auf dem Mond 'hart' landen wollen. Damit koennen wir die 
Startgeschwindigkeit weit weg vom Mond als 0 km/sec annehmen.

Mit ein wenig Physik und Mathe kommt man auf folgende Gleichung:

V(Landung)= wurzel(2*G*M/R)

G= Gravitationskonstante
M= Mondmasse
R= Mondradius

und daraus folgt eine Landegeschwindigkeit von 2.3 km/sec bzw. fast 8300 
km/h. Ist per Definition gerade gleich der Fluchtgeschwindigkeit vom 
Mond weg (selbes Szenario, nur Rueckwaerts).

Was schliessen wir daraus: Airbags oder aehnliches wird auch nix. Ohne 
Abstiegstriebwerk geht gar nichts.

73s Achim, DH2VA


Günter Tebbe wrote:
> Hallo Achim,
> 
> einfach des technischen Reizes wegen noch folgende Fragen:
> 
> 1) weil die Dauer einer solchen Mission konkret begrenz ist..
> ...wie würde das Gewicht einer Brennstoffzelle oder einer 
> Bio-Brenstoffzelle zu Buche schlagen?
> 
> 2) weil die Mondanziehung nicht allzu groß..
> ... könnte man mit einer stoßabsorbierenden Hülle, die anschließen 
> abgesprengt wird, eine "harte Landung" wagen ?
> 
> 73s
> Günter, DK4DY
> 



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