[Forum] Betrieb über FM Transponder

Mike Rupprecht mail at mike-rupprecht.de
Mon Jan 28 22:46:52 CET 2008


Hallo, 

 

Mit AO-16 ist seit letzter Woche wieder ein neuer Transponder aktiv geworden
- ein fast schon totgesagter Digital-Satellit wird zum FM/SSB Transponder.
Die im Uplink empfangenen FM Signale werden durch den BPSK TX in beiden
Seitenbändern wieder ausgesendet.

 

Immer wenn ein neuer Satellit im FM Mode verfügbar ist, kommt die Diskussion
wieder in Gange, wie man diesen effizient für QSO's nutzt. Die Erfahrungen
in Europa zeigen allerdings immer wieder chaotische Zustände (z.B. UO-14 ->
man findet einige Beispiele auf meiner Webseite)

 

Warum herrscht bei uns eigentlich so wenig Disziplin? Es muss doch an uns
selber liegen - denn auch auf Kurzwelle, im DX Pile-Up sind es immer wieder
die Europäer, die einen schlechten Ruf haben. Liegt es nur an der Mentalität
der Südeuropäer oder an der Leistung der Osteuropäer? 

 

Gerade wieder angeregt durch einen Beitrag von Ib (OZ1MY) und Tony, VK3JED
im AMSAT-BB möchte ich meine eigenen Erfahrungen und Hinweise noch einmal
überarbeiten und ergänzen.

 

 

Die erste und goldene Regel lautet - erst hören, dann senden !

 

Nicht in laufende QSO's rufen und sein eigenes CQ platzieren - Warten - auch
wenn es schwer fällt und man schon mit den Fingern trommelt um auch diese
Station zu arbeiten.

 

Pfeifen, Klopfen, "Ola, Ola" usw. ist überflüssig - auf einem FM Transponder
braucht man sich nicht einpfeifen

 

Leistung auf ein Minimum reduzieren - wenn der Transponder zugestopft wird,
nützt das niemanden.

 

Kurz fassen und QSO's auf das Wesentliche beschränken. Hier gehen sicher die
Meinungen auseinander - ist es notwendig, einen Locator zu senden? Bei einem
Contest auf Kurzwelle reicht der Rapport - 59 - für ein gültiges QSO. Wir
haben hier in Europa diesen Stil entwickelt - aber wäre es nicht effektiver,
im Contest-Stil zu arbeiten? Gerade wenn der Satellit sehr belegt ist - Call
und Rapport - das war's.

 

Name, QTH oder gar die Stationsausrüstung kann man austauschen, wenn man
wirklich allein ist oder genügend Zeit hat.

 

Wenn man sich sicher ist, dass die Gegenstation das eigenen Rufzeichen
verstanden hat - macht es keinen Sinn es noch mehrmals zu wiederholen. Auch
die Gegenstation kennt ihr eigenes Call!

 

Disziplin üben, sich auch mit einem QSO pro Durchgang zufrieden geben - in
den kostbaren max. 14 Minuten käme so jeder einmal zum Zuge. Ich habe schon
so oft dagesessen, das Mikrofon in der Hand - und hab doch kein einziges QSO
gemacht. 

 

Es wird immer wieder Stationen geben, über die man sich ärgert (auf Grund
ihrer Betriebsweise) - es ist aber sinnlos, diese Stationen zu stören
(Mitdrücken) - das nützt den anderen auch nichts.

 

Respektieren wir QSO's in eigener Sprache. Es funktioniert wirklich, bei
entsprechender Disziplin und kurzen QSO - ein Durchgang ist wirklich
multilingual und zuhören kann auch viel Spaß machen.

 

 

 

Vielleicht lassen wir uns von dem "täglichem Chaos" nicht einfangen und
versuchen durch unsere Betriebstechnik ein wenig mehr Disziplin vorzumachen.
Es ist schwer, aber wir sollten es probieren - auch wenn der Finger an der
Mikrofontaste krabbelt, der Leistungsregler noch nicht am Anschlag ist und
man schon die Augen verdreht, wenn der Name zum drittenmal wiederholt wird
-> DISZIPLIN


 

Vielleicht gelingt es uns dann, die vorhandenen FM Satelliten so zu nutzen,
wie man es erfolgreich über die verfügbaren SSB Transponder längst
praktiziert.

 

 

In diesem Sinne, viel Erfolg mit AO-16

 

Mike, DK3WN

 

www.dk3wn.info

 

 

 



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