[Forum] KP4AO EME Arecibo

Hartmut Paesler amsat-dl-forum1 at dl1ydd.de
Sat Apr 17 22:59:39 CEST 2010



Hallo zusammen,

heute hatte KP4AO ca. 350 Watt Leistung. Das führte dazu, daß ich
mit meiner nur durchschnittlichen Satellitenanlage (3 m lange
Kreuzyagis, nachdem es gestern mit RHCP überhaupt nicht ging, heute
linear vertikal polarisiert, Vorverstärker SP-70 nach ca. 5 m 
Leitung) KP4AO sowohl in SSB als auch in CW hören konnte.

In SSB ging es nicht gut, mal konnte ich ein Rufzeichen verstehen, 
mal einen Rapport, aber das war so gerade an "solid copy" 
vorbeigeschrammt. In CW ging es naturgemäß besser, hier war 
das "solid copy" gegeben, manchmal mit Einbrüchen.

Also: Die PA angeheizt und ein QSO versucht. Ein QSO ist mit leider 
nicht gelungen, durch das Pile-Up bin ich wohl nicht durchgekommen. 
Leider hat KP4AO sehr lange SSB gemacht und erst spät auf CW 
umgeschaltet.

Ich habe hier etwa die Leistung, die auch KP4AO hat, eigentlich hätte
ich also genauso laut dort ankommen müssen wie ich sie gehört habe.
Das hat aber nicht geklappt, schade. Dennoch war es bisher bereits
eine tolle Erfahrung, mit meiner vergleichsweise bescheidenen
Ausrüstung überhaupt vom Mond reflektierte Signale hören zu können.

Ich bin ja vom 20 m-Spiegel in Bochum etwas verwöhnt, dort hört man
seine eigenen Signale auch notfalls in FM rauschfrei zurück... Aber
für 70 cm gibt es dort keinen Erreger und der Gewinn wäre auf 70 cm 
auch nicht mehr sonderlich hoch, sonst hääte wir sicher mal von dort
aus probiert.

Übrigens wäre die Erfahrung heute abend noch positiver gewesen, wenn
nicht mindestens drei verschiedene Stationen, die ich direkt gehört
habe, auf der Sendefrequenz von KP4AO ihre Endstufen abgestimmt hätten.
Man konnte die unterschiedlich lauten und tw. klappernden :-) Lüfter
in SSB deutlich unterscheiden... Auch erstaunlich: Mindestens zwei 
Stationen, die ich direkt höre, haben KP4AO in SSB auf deren 
Sendefrequenz gerufen, ziemlich erfolglos natürlich.

73 Hartmut


On Sat, Apr 17, 2010 at 06:47:40AM -0000, Rolf Niefind wrote:
> Moin Zusammen,
> 
> es hieß ja in den verschiedensten Veröffentlichungen, dass es mit 
> einfachsten Mitteln gehen sollte.
> 
> Also auf  das Stativ im Garten eine 19 ele Flexa. 8m Aircomplus, FT-847 plus 
> BEKO-HLV550.
> 
> Ergebnis : kurzzeitige CW-Signale - kein Rufzeichen identifizieren können. 
> Ich würde sagen 339 - keinesfalls mehr. Auch andere europäische Stationen 
> meldeten ähnlich leise Signale.
> 
> Also 1964 und 1965 waren die Ergebnisse ähnlich. In den DL-QTCs der Jahre 
> nachzulesen.
> 
> Was war nun anders gegenüber früher : ?
> 
> Live Übertragung im Internet. K1JT an der Station. Tropische Vögel im 
> Hintergrund.
> 
> 60 dBi Antennengewinn !  Trotz der dort verwendeten 40 Watt HF piepsleise 
> Signale in Europa.
> 
> Ich frage mich, wie das System überhaupt funktioniert. Das man das Tal nicht 
> nachdrehen kann -  kann eigentlich nur am Strahler etwas geschehen. Europa 
> hat wohl eine Nebenkeule erwischt.
> Per CW waren zwei verschiedene DG9-stns zu hören gewesen sowie als erster 
> DF3RU. Er hat ja nun eine sehr leistungsfähige EME-Anlage für 432  MHz.
> 
> Fazit : durchschnittliche Stationen hatten keine Chance. Es musste ein 
> EME-fähige Anlage sein.
> 
> Obs heute eine bessere Keule gibt ?
> 
> 73
> 
> Rolf DK2ZF JO43VH
> 
> 



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