[Forum] DCF77 versus Internetzeit

Thomas Frey th.frey at vtxmail.ch
Fri Feb 3 12:01:32 CET 2012


Hallo Michael

Ja, mich erstaunts auch, dass dieses Thema ein solches Echo hervorgerufen
hat.

Unsere Satellitenprogramme sollten schon mit der richtigen Zeit laufen.
Nur um die Antennen richtig auszurichten, reicht auch ein minutengenaues
Programm. Es gibt ja viele OM's, die (wenns wieder warm drausen ist) mit
ihren Arrows und "Elchen" im Himmel "herumstochern".  ;-)

Das Problem tritt bei einer ungenauen Zeit am ersten bei der 
Doppler-Berechnung
auf. Nicht zu vergessen sind die sich kummulierenden Berechnungsfehler.

Mario hatte sehr wahrscheinlich recht, bei mir werden die Schaltsekunden 
nicht
eingerechnet. Dies werde ich weiterverfolgen. Das mit den Schweizern 
habe ich
auch nicht so richtig verstanden ... anyway, Danke Mario für Deine Hinweise.


Achim Vollhardt schrieb:
> Hallo Michael,
> ein Kollege empfaengt die 137 MHz Daten der NOAA Satelliten (quasi 
> Wetterfax). Da ist eine genaue Uhr sinnvoll, damit die Synchronisation 
> stimmt.. kenn ich aber selber nicht genau.
>
> JT65 und aehnliche Modi sind für Betrieb über OSCAR-0 (EME, hi) auch 
> auf sekundengenaue Zeit angewiesen.
>
> Mit einem HPSDR Empfaenger, der an GPS gekoppelt ist könnte man 
> Satellitentracking im sub-usec Bereich machen.. das waere dann eine 
> theoretische Positionsauflösung <300m  ..
>
> Ideen gibt es viele.. Zeit leider nicht genug.
>
> 73s Achim, DH2VA
>
>
> On 03.02.2012 00:37, Michael Lipp, HB9WDF wrote:
>> Hallo Zusammen
>>
>> Ein spannendes Thema. Besten Dank für die interessanten Ausführungen.
>> Ich bin erstaunt, wie viele von Euch es mit der Zeit äusserst genau 
>> nehmen.
>> Mal abgesehen von Antennentracking und GPS-Anwendungen frage ich 
>> mich, wo im Satellitenfunk eine Genauigkeit im Sekundenbereich 
>> gefordert ist? Wurde darüber schon mal in einem Artikel berichtet?
>>
>> @Mario: Ja, für unsere komprimierte Sprache in HB9 ist es ein 
>> existenzielles Problem ;-)
>>
>> Michael, hb9wdf
>>
>>
>>
>> Am 02.02.2012 um 23:21 schrieb Mario Lorenz<dl5mlo at amsat-dl.org>:
>>
>>> Am 02. Feb 2012, um 18:37:40 schrieb Thomas Frey:
>>>> Ich würde mal eher tippen,
>>>>> dass EComStation über die letzten zwei Schaltsekunden nicht
>>>>> bescheid weiss. Wart also mal bis Sommer ab und versuche
>>>>> das nochmal; wenns dann 3 Sekunden sind, weisst Du worans liegt :)
>>>>
>>>> Meinst Du eingeschaltete Schaltsekunden, sog. leap seconds ?
>>>
>>> Hallo Thomas,
>>>
>>> ja, genau die.
>>> RFC868 läuft in Sekunden seit Zeitpunkt X (bin grad zu faul, 
>>> nachzusehen
>>> wo X liegt :), analog zur Atomzeit TAI, und damit generell ohne
>>> Schaltsekunden. Mit Kenntniss der angefallenen Schaltsekunden kann
>>> daraus dann UTC berechnet werden, und mit Zeitzone + Zonendatenbanken
>>> (wg. Sommerzeit etc.) auch die lokale Zeit.
>>>
>>> Bei aktuell gepflegten Betriebssystemen werden diese Datenbanken dann
>>> von Zeit zu Zeit aktualisiert (weil mal wieder jemand in irgend einem
>>> Land die Sommerzeit verschiebt/abschafft/einführt) oder weil es halt
>>> eine Schaltsekunde gibt. Bei OS/2 könnt ich mir jetzt vorstellen, dass
>>> es keine aktuellen Zeitdatenbanken gibt (bzw. Du die nicht eingespielt
>>> hast), was zu dem von Dir beobachteten Resultat führt: aus der 
>>> richtigen
>>> Systemzeit wird die falsche angezeigte UTC/Ortszeit.
>>>
>>> Umgekehrt läuft NTP in UTC, d.h. bekommt die Zeit mit aktuell geltenden
>>> Schaltsekunden geliefert. Somit zeigt der Rechner bei Dir jetzt zwar
>>> die richtige Zeit an, geht aber dafür (vermutlich)  intern zwei
>>> Sekunden falsch :)
>>>
>>> Ja, für Schweizer ist das sicherlich ein existenzielles Problem...
>>>
>>> (duck&renn...)
>>>
>>> Mario
>>>
>>> -- 
>>> Mario Lorenz                            Internet:<ml at vdazone.org>
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