Sonderforschungsgebiet
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Sonderforschungsgebiet "
unkoordinierter Vielfachzugriff
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Im Gegensatz zu TV-, Wetter- oder Forschungssatelliten, die in der Hauptaufgabe
Informationen aus einer Quelle an viele Empfangsstationen verteilen, müssen
Amateurfunksatelliten meist die Signale vieler Bodenstationen verteilen. Dabei
ist nicht vorhersagbar, welche Station wann den Satelliten wie nutzen wird.
Zudem erfolgt keine zentrale Zuordnung oder Koordination von
"Satellitenkanälen" an die Bodenstationen. Vielmehr wird jedes
beliebige, zum Satelliten gesendete Signal linear verstärkt und zur Erde
zurückgeschickt. Daraus ergibt sich in der Summe der "unkoordinierte
Vielfachzugriff". Er wirft eine Reihe wissenschaftlicher Fragestellungen
auf, welche die AMSAT-DL mit ihrem Sonderforschungsgebiet zu beantworten
versucht. Als Ergebnisse wurden bislang die HELAPS- und LEILA-Technologien
entwickelt.
HELAPS
HELPAS steht für
H
igh
E
fficient
L
inear
A
mplification by
P
arametric
S
ynthesis. Es ist ein Verfahren für Linearverstärker mit einem hohen
Wirkungsgrad. Dazu wird das Sendesignal in Betrag und Phase zerlegt. Die
Phasenkomponente kann durch nichtlineare Komponenten in einem optimalen
Arbeitspunkt verstärkt werden, während der Betrag über die
Spannungsführung aufmoduliert wird. Hocheffiziente Schaltregler sorgen
für einen gegenüber herkömmlichen Linearverstärkern deutlich
verbesserten Wirkunsgrad.
Die HELAPS-Technologie wurde durch Dr. Karl Meinzer, DJ4ZC, im Rahmen seiner
Dissertation entwickelt und kam bislang auf den Satelliten AO-7, AO-10 und AO-13
erfolgreich zum Einsatz.
LEILA
LEILA, das Akronym für
Lei
stungs-
L
imit-
A
nzeige, wird auf AMSAT-Phase 3-D erstmals zum Einsatz kommen. Durch LEILA soll
die Sendeleistung des Satelliten gleichmäßiger auf alle
Funkverbindungen verteilt werden. Dazu erhalten Bodenstationen mit einer zu
hohen Uplinkstrahlungsleistung durch LEILA ein Hinweissignal, die Sendeleistung
zu reduzieren. Im Extremfall kann ein zu starkes Signal durch LEILA selektiv
bedämpft werden.
Übersicht
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Glossar