SatPC32 und Wisat32
Satellitenbahnberechnungsprogramme Version 12.4a
(C) 2006 Erich Eichmann, DK1TB,
Kiewningstr. 57
32756 Detmold
Inhaltsverzeichnis:
A. Allgemeines
unterstützte Rotorsteuerungen
unterstützte Funkgeräte
Systemvoraussetzungen
unterstützte Auflösungen
Mehrfachstart
I. Installation
1a. von CD
1b. von
Internet Download
2. Fehlermeldungen
nach Installation
3.
Anschluss des Funkgeräts
4. Hilfsprogramme
a. SatSetup
b. WinAos
c.WinListen
d.SatRename
e.TxController
II. Einstellungen
1. Einstellungen im SatPC-Menü Setup
2. Einstellungen am Funkgerät
C. Funktionen und Ausgaben der Programme
1. Ausgaben von SatPC32
2. Ausgaben von Wisat32
3. SatPC
DDE Interface
D. Bedienung
der Programme
1. Menü Datei
a. Öffnen (Auswahl
neuer Keplerdaten)
b. Catmodus
(nurFT-847)
c. Beenden
2. Menü Bahnverfolgung
a. Echtzeitbetrieb
b. Vorschau
c. MA-Wert
3. Menü
Satelliten
4. Menü Cat
5. Menü Rotor
6. Menü Mode
7. Menü Setup
8. Menü Programme
9. Menü Beob
10. Menü '?'
11. Die 14 Schaltflächen R, C, W, V, T, U, CW, M, Z, S, G, D, W2 und 3D
Anhang zu Schaltfläche V:
Vfo-Modus
12. Buchstaben
unter der Grafik
13. Einblenden
des Locators
14. Markieren
eines 2. Standorts
E.
Hilfsprogramme
1. SatSetup
2. WinAos, 3.WinListen
4. SatRename
5. TxController
F. Hilfs-Dateien
I. Mit Notepad zu bearbeitende Dateien
1. Doppler.SQF
2. Squint.SQF
3. Prior.SQF
4. ParPort.SQF
5. Program.SQF
6. StandPos.SQF
7. SatFiles.SQF (WisFiles.SQF, AOSFiles.SQF)
8. SubTone.SQF
9. DivOptions.SQF
10. AmsatNames.Txt
II.
RotorSever.SQF, CatServer.SQF
III. Weitere
Hilfsfiles
1. YaesuPar.SQF
2. IcomPar.SQF, IcomName.SQF
3. KenwoodPar.SQF
1.
Die Programme SatPC32.Exe (im folgenden: SatPC) und Wisat32.Exe (im folgenden:
Wisat) berechnen die Bahnen erdumlaufender Satelliten. SatPC bildet die
Hörbarkeitsbereiche eines oder mehrerer ausgewählter Satelliten innerhalb der
Weltkarte ab und gibt Ergebnisse in Textzeilen auf den Bildschirm aus.
Wisat stellt die Satellitenpositionen in
Echtzeit in Listenform dar. Der Unterschied zu SatPC ergibt sich aus dem Fehlen
der grafischen Funktionen. Weitere Unterschiede werden bei den einzelnen
Funktionen aufgeführt.
Beide Programme steuern die
Antennennachführung und die Frequenzeinstellung des Transceivers (CAT) zum
Ausgleich des Doppler-Effekts. Sie sind für Multitaskingbetrieb mit Programmen
geeignet, die Datenverkehr mit Satelliten ermöglichen, z.B. WiSP32. Dabei
übernehmen sie die genannten Steueraufgaben. Die automatische Umschaltung auf
einen anderen Satelliten kann synchron mit dem anderen Programm erfolgen.
Die Programme sind auch für Betriebsarten
geeignet, bei denen die Frequenzeinstellung mit dem VFO vorgenommen werden
muss, wie z. B. bei SSB- Betrieb über Analog Transponder (FO-20, FO-29, AO-10).
Die
Antennensteuerung ist für das von Dr. J. Hocke entwickelte und im AMSAT-Journal
6/86 beschriebene AMSAT-Rotor-Interface und das Fertiggerät IF-100 ausgelegt.
Außerdem werden folgende Systeme unterstützt:
Egis-Rotoren,
RIF-PC von Orbitronic,
WinRotor32, WinRotorXP von Funkbox (Parallel-Port und USB-Port Interfaces),
ARS von EA4TX,
Kansas City Tracker/Tuner (KCT/T),
Yaesu GS-232-Interface und Kompatible (G6LVB-Tracker, Alfa-Spid-Controller,
DL7AOT-Interface, CX6DD-Interface , das
franz. SatDrive-Interface,
HalloRotor-Interface HaSi von DB3DH,
FodTrack-Rotorinterface von XQ2FOD,
Labjack U12/ PiggyBack-Interface von NLSA,
W0LMD Tracker (Mini, Junior, Senior).
Auf die Hinweise in den Unterverzeichnissen
des SatPC32-Verzeichnisses 'Egis', 'RifPC', 'WinRotorXP' , 'ARS' , 'KCT' ,
'SDX' , 'HalloRotor' , 'FODTrack', 'Labjack' und 'W0LMD' wird verwiesen.
Die CAT-Steuerung
unterstützt folgende Geräte:
YAESU-Transceiver
FT-736R,
FT-847,
FT-817, FT-857, FT-897,
(Vorsicht: Wenn Sie die 3 letztgenannten Transceiver mit einem
Empfangsvorverstärker benutzen, muss dieser zuverlässig gegen HF vom
Transceiver geschützt sein, wenn das Funkgerät durch SatPC32 gesteuert werden
soll. Lesen Sie bitte die Text-Datei 'Liesdas(Yaesu).txt', die aus dem Menü
'?|Hinweise für..' aufgerufen werden kann.
Die 3 genannten Transceiver werden bisher nur durch SatPC32, aber noch nicht
durch Wisat32 gesteuert.)
Icom-Transceiver
IC-820H,
IC-821H,
IC-910H,
alle Icom-Geräte, die das gleiche Protokoll wie die Transceiver verwenden (z.B.
IC-275, IC-475),
Kenwood-Transceiver
TS-790E/A
TS-2000.
Bei von SatPC nicht
unterstützten Funkgeräten können die Frequenzanzeigen des Programms als Hilfe
für manuelle Frequenzeinstellungen
herangezogen werden, vgl. Hinweise im FAQ.txt, Abschn. 6.
SatPC32 verfügt
über eine DDE-Schnittstelle, über die Drittprogramme die von SatPC32
errechneten Rotor- und Frequenz-Daten auswerten können. Das Format des
Datenstrings entspricht demjenigen von Wisp32.
2. Die
Programme laufen auf IBM-kompatiblen Rechnern unter WINDOWS 95/98/ME, Windows
NT 4.0, Windows 2000 und Windows XP.
Sie unterstützen die bei Auflösungen ab 800 * 600 einstellbaren großen
Schriftarten, nicht jedoch benutzerdefinierte. Für Auflösungen ab 800 * 600 und
höher stehen zusätzliche Grafiken zur Verfügung, die zur Vergrößerung der
Bildschirmdarstellung optional eingesetzt werden können (Menü 'Optionen'). Eine
Verwendung der Windows-Funktion 'Vollbild' ist nicht möglich, da sie zu optisch
störenden Effekten führen würde (durch die erforderliche Dehnung der Grafiken
würden Linien teils in einfacher, teils in doppelter Strichstärke ausgeführt).
3. Von SatPC32 können mehrere Instanzen
gestartet werden. Dabei kann optional festgelegt werden, ob in der 2. Instanz
die Steuerfunktionen deaktiviert werden sollen (um Hardware-Konflikte durch
mehrfachen Zugriff auf den selben Port zu vermeiden) oder nicht.
Wisat lässt nur eine Instanz zu.
Die CD startet automatisch.
Sollte das nicht der Fall sein, können Sie die Installation auch manuell
starten. Geben Sie im Startmenü unter 'Ausführen' ein: d:setup (d steht für den
Laufwerksbuchstaben). Folgen Sie dann dem Setup-Programm.
1b.
Installation von einem Internet-Download:
Entpacken Sie das heruntergeladene ZIP-File in ein
leeres, temporäres Verzeichnis. Dort finden Sie anschließend u.a. außer dem
Setup-Programm die
Datei Liesdas.txt. Sie enthält wichtige Informationen, Sie sollten sich den
Text deshalb ausdrucken. Um mit der Installation zu beginnen, brauchen Sie nur
das Setup-Programm zu starten. Folgen Sie dann den Vorgaben des Programms.
2. Sollte
die Fehlermeldung 'EOleSysError' o.ä. kommen, benötigen Sie wahrscheinlich
neuere Versionen einiger Windows-System-Dateien. Abhilfe schafft die
Installation des MS Internet Explorers
oder ein Windows-Update. Danach muss SatPC neu installiert werden.
3. Wie Sie Ihre Funkgerät an den PC anschließen und mit SatPC
steuern können, ist für alle unterstützten Fabrikate und Modelle in den
Unterverzeichnissen Yaesu, Icom und Kenwood ausführlich beschrieben
(Liesdas(Yaesu).txt, Liesdas(Kenw).txt, Liesdas(Icom).txt). Sie können diese
Hinweise bequem aus dem SatPC32-Menü "?"|Hinweise für .. aufrufen.
4. Im Programmverzeichnis befinden sich außer SatPC und
Wisat einige Hilfsprogramme, die aus SatPC heraus aufgerufen werden können. Sie
enthalten z.T. selbst die für ihre Benutzung notwendigen Hinweise.
a. Das Programm SatSetup wird nicht mehr benötigt, da die
benutzerspezifischen Einstellungen (Standort, Vorgaben für Rotor- und
CAT-Steuerung usw.) ab Vers. 12.4 mit den Setup-Menüs vorgenommen werden können.
Das Programm kann aber noch aus dem SatPC-Menü ’Programme’ heraus aufgerufen
werden und verwendet werden. Änderungen werden erst bei einem Neustart von
SatPC wirksam.
b. Das Programm WinAos errechnet für einen oder mehrere
ausgewählte Satelliten die Auf- und Untergangszeiten und gibt sie,
chronologisch geordnet, auf den Bildschirm, den Drucker oder in eine Datei aus.
Damit kann man sich z.B. einen Überblick über die Verkehrsmöglichkeiten über
die Packet-Radio-Satelliten und SSB-Transponder verschaffen. Lesen Sie die
Hinweise in dem Programm (Menü 'Hinweise').
c. Das Programm WinListen ermöglicht verschiedene
Berechnungen für einen ausgewählten Satelliten. Die Ergebnisse werden in
Tabellenform dargestellt und können auf den Bildschirm, den Drucker oder in
eine Datei ausgegeben werden. Gewählt werden kann zwischen der Anzeige aller
Positionen, der Positionen mit positiver Elevation und der Anzeige der Auf- und
Untergangszeiten. Außerdem können die Öffnungszeiten für zwei beliebige
Standorte berechnet werden. Lesen Sie die Hinweise in dem Programm (Menü
'Hinweise')
d. Das Programm SatRename erzeugt aus
Space-Track-Kepfiles, in denen
großenteils wenig handliche Satellitennamen verwendet werden, Quellfiles mit
den üblichen AMSAT-Satellitennamen. Das
Programm enthält selbst ausführliche Hinweise.
e. In den Unterverzeichnissen TxControllerD und TxControllerVB stehen
zwei Fassungen des Programms TxController. Dies Programm erweitert die
CAT-Steuermöglichkeiten von SatPC erheblich. In den genannten Unterverzeichnissen
finden Sie ausführliche Hinweise (Liesdas(TxController.txt).
II. Einstellungen
1.
Einstellungen im SatPC32-Menü 'Setup'.
Zunächst müssen nach dem Aufruf von SatPC im
Menü Setup alle benutzerspezifischen Einstellungen zum Benutzer-Standort (Observer-Setup) und – soweit diese benutzt
werden sollen - zur Rotorsteuerung (Rotor-Setup) und zur CAT-Steuerung
(Radio-Setup) vorgenommen werden.
Wichtig: Die hierbei vorgenommenen
Änderungen werden z.T. erst bei einem neuen Start von SatPC! Achten Sie auf die
entsprechenden Meldungen des Programms.
Ausführliche Anleitungen zum Setup der Rotor-
und CAT-Steuerung können Sie sich im SatPC32-Menü '?' anzeigen lassen
('Hinweise [Rotor]', 'Hinweise [CAT]'). Diese gerätespezifischen Anleitungen finden sie auch als Text-Files
in den entsprechenden Unterverzeichnissen des SatPC32-Programm-Verzeichnisses
('Liesdas(...).txt'):
Die Setup-Menüs enthalten ausserdem selbst Hilfetexte zu den Eingaben. Wichtig
sind insbesondere die Hinweise zu den Vorgaben für die Rotor- und CAT-Steuerung
(Menüs Rotor-Setup und CAT-Setup):
Bei Fehlen eines CAT-Interfaces muss für den
CAT-Port 0 angegeben werden, um Timeout-Fehler zu vermeiden.
Der CAT-Verzögerungswert kann beim YAESU
FT-736R auf 20 gesetzt werden. Jedenfalls gibt es damit bei mir keine Probleme.
Beim FT-847 ist bei 4800 und 9600 Baud ein
Verzögerungswert von 40 ausreichend. Bei 57600 Baud hat sich hier ein Wert von
20 bewährt.
Bei den Yaesu-Transceivern FT-817, FT-857 und
FT-897 ist ein erheblich höherer Verzögerungswert erforderlich. Hier hat sich
bei einem FT-817 ein Wert von 110 bewährt.
Nach meiner Erfahrung funktioniert beim Kenwood TS-2000
bei einer Baudrate von 57600 die CAT-Steuerung auch bei einem Verzögerungswert
von 20 - 30.
Beim TS-790 sollten Sie zuerst einen Wert von etwa 70
verwenden und testen, ob auch bei niedrigeren Werten die Frequenz-Steuerung
noch einwandfrei arbeitet.
Bei
den ICOM-Transceivern ist ein Wert von etwa 70 - 90 nötig.
Der Verzögerungswert für die Rotorsteuerung
muss bei schnellen Pentium- oder Athlon-Rechnern u.U. wesentlich erhöht werden.
Generell muss wegen der unterschiedlichen Treiber der Wert unter Win95/98/ME
deutlich höher sein als unter WinNT/Win2000/WinXP. Bei meinem Athlon 1800 habe
ich unter Win98 einen Wert von 1800 eingestellt, unter WinXP 500. Für das RifPC
muss der Wert generell höher sein als für das IF-100. Auf einem Pentium II/350
verwende ich unter Win98 einen Wert von 280.
2. Einstellungen am Funkgerät
Auch hierzu finden Sie neben
den nachfolgenden Hinweisen in den entsprechenden Unterverzeichnissen (Yaesu, Icom und Kenwood) für
alle unterstützten Fabrikate und Modelle ausführliche Erläuterungen
('Liesdas(...).txt').
Die Yaesu-Transceiver FT-817, FT-857, FT-897 sind
keine Satelliten-Transceiver, die Duplexbetrieb gestatten. Alle notwendigen
Einstellungen für Satelliten-Betrieb werden durch das Programm vorgenommen.
Bei den Yaesu-Satelliten-Transceivern FT-736R und
FT-847, dem Icom IC-910H und dem Kenwood TS-2000 stellt SatPC32 den
Satelliten-Modus automatisch ein.
Bei den Icom-Transceivern IC-820H, IC-821H muss der
Satelliten-Modus manuell eingeschaltet werden.
Sie sollten dabei den Modus 'SatL-R' wählen, da bei
den meisten Analogtranspondern Uplink- und Downlink-Frequenz revers verlaufen.
Diese Einstellung erfolgt nicht durch das Programm.
Beim Kenwood TS-790 muss beim Programmstart
lediglich im Hauptband eine 70-cm- und im Subband eine 2-m-Frequenz
eingeschaltet sein, wenn das Programm mit einem Satelliten mit 2-m-Downlink/
70-cm-Uplink startet (AO-10, AO-40, falls man bei diesem einen
13-cm/2-m-Downconverter verwendet). Wählt man in der Auswahlliste des
Satelliten-Menüs als ersten einen
Satelliten mit 70-cm-Downlink, 2-m-Uplink (FO-29, UO-22) sollte man
demgemäss umgekehrt das Hauptband auf 2 m und das Subband auf 70 cm einstellen.
Die evtl. erforderliche Umschaltung erfolgt mit der Main/Sub-Taste des TS-790.
Das Programm schaltet automatisch für beide Bänder auf Vfo A und wählt
Betriebsart und Frequenz.
Beim FT-736R stellt man vor dem ersten
Programmstart den Satelliten-Modus ein, Stellung RX. Will man SatPC32 mit einem
Satelliten mit 2-m-Downlink/ 70‑cm-Uplink starten (AO-10, AO-40 bei Verwendung eines 13-cm/2-m
Downconverters), stellt man eine 2-m-RX-Frequenz ein, bei Start mit einem
Satelliten mit 70‑cm-Downlink/2-m-Uplink eine 70‑cm-RX-Frequenz.
Die evtl. erforderliche Umschaltung erfolgt mit der REV-Taste des FT-736R.
Wechselt man während des Betriebs zwischen
Satelliten mit unterschiedlichen Frequenz-Schemata, z.B. zwischen AO-40 und
FO-29 und umgekehrt, wird ein Bandtausch erforderlich. Ausführliche Hinweise hierzu finden Sie im
FAQ-Text, Abschnitt "Bandwechsel".
Ab der Version 11.4 nimmt das Programm diesen Bandwechsel bei den Icom-Transceivern
und beim TS-2000 automatisch vor, bei den Yaesu-Transceivern FT-847, FT-817,
FT-857 und FT-897 sind Bandwechsel
nicht erforderlich, da die VFOs jede zulässige Frequenzeingabe akzeptieren.
Beim Kenwood TS-790 und Yaesu FT-736R ist eine programmgesteuerte Umschaltung
nicht möglich. Bei diesen Geräten muss man die Bänder manuell am Gerät
tauschen, bevor man in SatPC32 den neuen Satelliten wählt. Beim TS-790 geschieht das mit der
Main/Sub-Taste, beim FT-736R mit der REV-Taste.
3. SatPC
und Wisat beziehen zunächst die Keplerdaten aus einem mitgelieferten Quellfile
im SatPC-Unterverzeichnis 'Kepler' (orbs008n.ele). Dieses enthält jedoch keine
aktuellen Keplerelemente. Mit dem Menüpunkt: 'Datei|Öffnen' können Sie -
getrennt für jede Sat-Gruppe – geeignete Quellfiles mit aktuellen Daten auch in
anderen Verzeichnissen auswählen. Haben Sie im Dialogfeld ein Quellfile
geöffnet, in dem sich Daten für die vorgewählten Satelliten der jeweiligen
Gruppe befinden, startet SatPC den Betrieb.
Achtung: Damit das ausgewählte File auch künftig benutzt wird, müssen Sie
nach dem ersten Start das Menü 'Satelliten' aufrufen und die OK-Taste
betätigen, und zwar für jede einzelne Sat-Gruppe.
Da die Programme WinAos und WinListen auch
eigenständig laufen, enthalten sie eigene Menüs für die benötigten
benutzerbezogenen Vorgaben.
a.
Das Programm errechnet die Positionen der in die Auswahlliste eingestellten
Satelliten und zeichnet ihre Hörbarkeitsbereiche in eine Weltkarte ein.
Antennen- und Frequenznachführung können naturgemäß nur für jeweils einen
Satelliten erfolgen. Dieser wird im folgenden als aktueller Satellit
bezeichnet. Bei diesem Satelliten erfolgt die Abbildung des Hörbarkeitsbereichs
durch Aufhellung der jeweiligen Hintergrundfarbe. Der Subsatellitenpunkt wird
durch ein Kreuz markiert, dessen Farbe je nach Hintergrund wechseln kann. Bei
den übrigen Satelliten wird der Hörbarkeitsbereich durch Umrandung markiert. Im
Bereich des Subsatellitenpunktes werden bei diesen Satelliten u.a. der Name und
der Zeitpunkt des nächsten Aufgangs angegeben, vgl. unten.
Der Standort des Beobachters wird durch ein
kleineres Kreuz in der Karte markiert.
Durch Eingabe des QTH-Locators kann darüber
hinaus ein weiterer Standort, z.B. derjenige der Gegenstation, in der
Weltkarte markiert werden. Wird die
Karte mit der linken Maustaste angeklickt, wird der für die Mauszeiger-Position
geltende Locator eingeblendet.
Werden außer dem aktuellen Satelliten weitere
eingeblendet, werden in der Grafik im Bereich des jeweiligen
Subsatellitenpunktes angezeigt
·
der Buchstabe, dem der
Satellit zugeordnet ist,
·
der Name, mit dem er im
Quellfile erscheint,
·
die Zeit des nächsten
Aufgangs in UTC oder Lokalzeit ('A' für AOS). Ist der Satellit gerade hörbar,
wird die Untergangszeit angegeben ('L' für LOS).
Die Textfarbe
kann je nach Hintergrund wechseln.
b. Durch
Anklicken der Schaltfläche "3D" (oben links im Programmfenster) kann
eine Darstellung der Erde in 3D-Form (als Globus) gewählt werden. Diese Option funktioniert nur bei den Fenstergrößen 800 * 600 und 1024
* 768, da bei der Einstellung 640 * 480 das Fenster für die Abbildung der Erdkugel zu klein ist. Im übrigen werden
alle grafischen Optionen unterstützt, die auch bei den 2D-Karten möglich sind
(Anzeige mehrerer Satelliten, der Sonnenlinie, der Spur des nächsten Orbits,
der Richtungspfeile, usw.)
c.
In der Kopfzeile werden angezeigt:
Der Programmname 'SatPC32'. Durch den Zusatz 'Ya' bzw. 'Ic' oder 'Ke' wird
erkennbar, für welches Gerätefabrikat die Catsteuerung eingestellt ist.
Ferner erscheinen in der Kopfzeile der Name
der Satelliten-Gruppe, des aktuellen Satelliten und der zugeordnete Buchstabe.
d.
In der Zeile unterhalb der Menüleiste werden eingeblendet:
·
der Standort des
Beobachters (Länge, Breite),
·
ob der Satellit sich im
Sonnenlicht oder Erdschatten (Eklipse) befindet.
·
die Betriebsfrequenzen
des Transceivers in kHz,
·
der Dopplerversatz der
Empfangs- und Sendefrequenz des Satelliten in kHz. Der Wert hängt von der
Sollfrequenz und der Geschwindigkeit des Satelliten relativ zum Beobachter ab.
Das Vorzeichen des Wertes für die Empfangsfrequenz (linker Wert) lässt
erkennen, ob der Satellit sich dem Beobachter nähert oder von ihm entfernt. Im
Augenblick der größten Annäherung wechselt der Wert vom positiven in den
negativen Bereich. Im Augenblick der größten Entfernung ist es umgekehrt. Ist
der Rx-Wert positiv, liegt also das Empfangssignal über der Sollfrequenz, muss
der Wert für die Tx-Freqenz negativ sein, damit das Sendesignal der
Bodenstation, angehoben durch den Dopplereffekt, beim Satelliten wieder auf
dessen Sollfrequenz ankommt.
·
die mit den
Korrekturfunktionen (Menü 'Cat') eingestellten Korrekturwerte in Hz,
Der Wert der Uplink-Korrektur kann in
Schritten zu 10 und 100 Hz zusätzlich zu den Einstellmöglichkeiten im Menü Cat
mit den "normalen" +/- Tasten
und denjenigen im numerischen Block verändert werden. Er gilt nur für den
Satelliten, bei dem die Korrektur erfolgt ist. Für diesen bleibt er bis zu
einer Änderung oder Beendigung des Programms erhalten.
Die Downlink-Korrektur kann außer mit den Reglern im Menü CAT mit den
Up/Down-Tasten im numerischen Block der Tastatur verändert werden (Tasten 8/2:
10-Hz-Schritte, Tasten 9/3: 100-Hz-Schritte). Dieser Korrekturwert wird
auf 0 zurückgesetzt, wenn ein anderer
Satellit gewählt wird, oder der bisherige nochmals.
·
der eingestellte Modus
für die Dopplershift-Korrektur (vgl. die Anmerkungen zum Menü 'Mode').
·
Datum und Uhrzeit in UTC
oder Lokalzeit (die Auswahl erfolgt im Menü ‚Optionen’).
Für den aktuellen Satelliten werden außerdem
unterhalb der Grafik die Berechnungsergebnisse in Textform angezeigt. Ist der
Satellit gerade hörbar, wird die Zeile farblich hervorgehoben.
Angezeigt werden:
·
Azimut und Elevation des
Satelliten.
·
MA-Wert des Satelliten.
Die Satellitenbahnen werden üblicherweise in 256 Abschnitte gleicher Zeitdauer
unterteilt. Praktische Bedeutung hat der MA-Wert nur bei Satelliten mit stark
elliptischer Umlaufbahn (Phase-III-Satelliten), bei denen die Umschaltung
zwischen den Betriebsarten in Abhängigkeit vom MA-Wert erfolgt. Bei diesen
Satelliten entspricht MA 0 dem erdnächsten Bahnpunkt (Perigäum), MA 128 dem
erdfernsten (Apogäum). MA 256 fällt mit MA 0 zusammen.
·
Höhe des Satelliten über
Grund in km.
·
Entfernung des
Satelliten zum Beobachter in km.
·
geographische Länge und
Breite des Subsatellitenpunktes (d.h. des Punktes, über dem der Satellit im
Zenit steht).
·
der Squintwinkel. Dieser
Winkel wird nur bei Satelliten angegeben, die eine entsprechende Berechnung
zulassen. Die sind Satelliten mit ständig auf den Erdmittelpunkt gerichteter
Z-Achse (z.B. KO-23, KO-25 und UO-22), ferner für spinstabilisierte Satelliten,
für die Angaben zur jeweiligen Ausrichtung der sog. Z-Achse erfolgen. Z.Zt. ist
dies nur bei AO-40 der Fall.
·
Zeit des nächsten Auf-
und Untergangs (AOS = Aquisition of Sight, LOS = Loss of Sight). Bei gerade
hörbaren Satelliten wird nur die Untergangszeit angezeigt.
Unterhalb des Grafikfensters von SatPC werden
zusätzlich die Schaltflächen (A - L) für einen Satellitenwechsel angezeigt. Ist
der Satellit gerade hörbar, wird der Buchstabe farblich hervorgehoben.
Das Programm errechnet die Positionen der in
die Auswahlliste eingestellten Satelliten und gibt die Ergebnisse in
Tabellenform auf den Bildschirm aus. Die Berechnungen erfolgen in
Sekundenschritten.
Der Hauptunterschied zu SatPC32 ergibt sich aus dem Fehler der grafischen
Funktionen, Einschränkungen gegenüber SatPC32 bestehen außerdem bei den CAT-Steuerfunktionen
(vgl. unten D4) und den Einstellmöglichkeiten (vgl. unten D7.
Angezeigt werden:
·
in der Kopfzeile des
Programms der Name der Gruppe und des ausgewählten Satelliten.
In der Zeile unterhalb der Menüleiste werden
eingeblendet:
·
der Standort des
Beobachters,
·
ob der Satellit sich im
Sonnenlicht oder Erdschatten (Eklipse) befindet,
·
die Betriebsfrequenzen
des Transceivers in kHz,
·
der Dopplerversatz der
Empfangs- und Sendefrequenz des Satelliten in kHz,
·
die mit den
Korrekturfunktionen eingestelltem Korrekturwerte in Hz,
·
der eingestellte Modus
für die Dopplershift-Korrektur,
·
Datum und Uhrzeit in UTC
oder Lokalzeit (die Auswahl erfolgt im Menü ‚Optionen’).
In der Tabelle werden angezeigt:
·
der Name des Satelliten,
wie er im Quellfile erscheint.
·
Azimut und Elevation des
Satelliten. Bei gerade hörbaren Satelliten werden die Angaben farblich
hervorgehoben.
·
MA-Wert des Satelliten.
·
Höhe des Satelliten über
Grund in km.
·
Entfernung des
Satelliten zum Beobachter in km.
·
geographische Länge und
Breite des Subsatellitenpunktes (d.h. des Punktes, über dem der Satellit im
Zenit steht).
·
der Squintwinkel.
·
Zeit des nächsten Auf-
und Untergangs.
Wegen der Einzelheiten wird auf die
Ausführungen zu SatPC (oben C.1.) verwiesen.
SatPC
enthält ein (generelles) DDE-Interface (nicht zu verwechseln mit den
DDE-Interfaces, die im Menü 'Optionen' aktiviert werden können, vgl. unten D 7)
Dies
Interface kann von jedem Client-Programm verwendet werden, um den
Satellitennamen und die von SatPC errechneten Rotorpositionen (Azimut,
Elevation), Downlink- und Uplink-Frequenzen und –Betriebsarten und den MA-Wert
zu übernehmen. Der DDE-String wird im Sekundentakt aktualisiert. Er hat genau
das gleiche Format wie der von Wisp32 ausgegebene DDE-String. Ist der in
SatPC32 ausgewählte Satellit hörbar, sendet SatPC32 genannten Daten , ist er
nicht hörbar, sendet das Programm die Meldung:
** No Satellite **
Im
Hilfsfile "DivOptions.SQF", das aus dem Menü
"?"|Hilfsdateien heraus aufgerufen werden kann, können verschiedene
Optionen für die DDE-Ausgabe eingestellt
werden.
a. Es kann gewählt werden, ob die
Schnittstelle ständig Daten senden soll, oder nur, wenn der Satellit hörbar
ist. In diesem Falle sendet das Programm die Meldung. Ist der in SatPC32
ausgewählte Satellit hörbar, sendet SatPC32 die genannten Daten , ist er nicht
hörbar, sendet das Programm die Meldung:
** No Satellite ** , wenn der Satellit nicht hörbar ist.
b. Es kann gewählt werden, ob bei
den gesendeten Frequenzen die darin evtl. enthaltenen Konverter- und
Transverter-Offsets abgezogen werden
sollen. Soll z.B. ein 13cm-Bakensignal
empfangen werden und wird dazu ein 13-cm-/2-m-Downkonverter verwendet,
muss das Funkgerät mit einer
2-m-Frequenz gesteuert werden. Wird in diesem von der Satelliten-Frequenz der
Konverter-Offset abgezogen, kann der Client das erhaltene 2-m-Signal
unmittelbar an das Funkgerät ausgeben.
Das File "DivOptions.SQF"
enthält selbst ausführliche Hinweise zu der Bedeutung der einzelnen Schalter.
Um eine DDE-Verbindung zwischen einem
Client-Programm und SatPC32 einzurichten, müssen im Client die DDE-Parameter
wie folgt eingestellt werden:
Name des Server-Programms: SatPC32,
DDE-Topic: SatPcDdeConv,
DDE-Item: SatPcDdeItem.
Das
Programm-Paket enthält Demo-Programme (Exe-Files und Quell-Code in Visual Basic
und Delphi), die demonstrieren, wie die DDE-Ausgaben von SatPC ausgelesen
werden können und wie die DDE-Item- und DDE-Topic-Eigenschaften im
DDE-Client-Programm einzustellen sind. Wegen der Einzelheiten wird auf den
Unterordner 'DDE_Demo' zum SatPC32-Ordner verwiesen.
Um die Demo-Programme mit SatPC32
zu betreiben, muss zuerst SatPC gestartet werden, dann VB_Client.Exe oder
Delphi_Client.Exe im jeweiligen
Unterordner. Dann muss die Schaltfläche 'OpenLink' im Client angeklickt werden.
Das ab Vers. 12.2 mitgelieferte
Programm "TxController.Exe" ist ebenfalls ein Clientprogramm, das
seine Daten über die DDE-Schnittstelle bezieht (vgl. Unterverzeichnis
"TxControllerD" bzw. "TxControllerVB"
zum SatPC32-Programmverzeichnis).
Soweit nichts anderes erwähnt wird, gelten
die folgenden Hinweise für beide Programme. Die Bedienung erfolgt mit der Maus
über Menüfunktionen und Schaltflächen sowie über Eingabefelder und bezgl.
einiger Funktionen auch mit der Tastatur.
1. Menü 'Datei'
a. Das Menü 'Datei|Öffnen' öffnet ein
Dialogfeld, mit dem Sie - getrennt für jede Sat-Gruppe - ein geeignetes
Quellfile mit Keplerdaten auswählen können.
Für die
Bahnberechnungen benötigen die Programme Quellfiles mit Keplerdaten im AMSAT-
oder NASA-2-Line-Format. Das Datenformat wird durch SatPC automatisch erkannt,
eine Editierung ist nicht notwendig.
Pfad und Name des ausgewählten Quellfiles
werden für spätere Programmstarts gespeichert, und zwar separat für jede
Satelliten- Gruppe.
Achtung: Nach Wahl eines Quellfiles mit 'Datei|Öffnen' müssen Sie für die
Speicherung des Datei-Namens für spätere Starts einmal das Menü 'Satelliten'
aufrufen und die OK-Taste betätigen (getrennt für jede Sat-Gruppe).
Die im gewählten Pfad vorhandenen Quellfiles
werden auch in der Quellfileliste des Menüs Satelliten angezeigt. Steht ein
Quellfile mit neueren Daten zur Verfügung, muss es also nur noch im Menü
Satelliten ausgewählt werden.
b. Für den FT-847 enthält das Menü eine Schaltfläche
zur Beendigung des Satelliten-Modus.
c. Die Beendigung des Programms erfolgt ebenfalls mit
diesem Menüpunkt. Dabei wird die letzte Bildschirmposition gespeichert. Bei
einer Beendigung mit dem Schaltkreuz ist das nicht der Fall.
2. Menü
Bahnverfolgung
Mit diesem Menü (nur SatPC) werden die möglichen
Betriebsarten des Programms eingestellt:
Dies ist die für den praktischen Betrieb
wichtigste Funktion. Die Berechnungen für den aktuellen Satelliten und die
Anzeige der Ergebnisse erfolgen hierbei in Sekundenschritten. Die Grafik wird
in den mit dem Menü Optionen eingestellten Schritten aktualisiert. Die übrigen
ausgewählten Satelliten werden - ebenfalls in Sekundenschritten - daraufhin
überprüft, ob ein Auf- oder Untergang stattgefunden hat. Bei Satelliten mit
Prioritätsstufe (vgl. unten) wird weiter überwacht, ob der
Mindestelevationswinkel erreicht ist.
Die automatische Antennen- und
Frequenznachführung und der automatische Wechsel auf einen Satelliten mit
Prioritätsstufe erfolgen nur bei dieser Betriebsart. Gleiches gilt für die
Anzeige der Betriebsfrequenz.
·
Während des
Echtzeitbetriebs können verschiedene Unterfunktionen aufgerufen oder ein-, aus- oder umgeschaltet werden:
·
Die automatische Antennensteuerung (R),
·
die CAT-Steuerung zum
Ausgleich des Doppler-Effekts (C),
·
die automatische
Umschaltung auf einen anderen Satelliten (W),
·
die Vfo-Funktion (V),
·
die
Sub-Audio-Ton-Funktion verschiedener Funkgeräte (T0),
·
die Zeitanzeige in UTC
oder Lokalzeit (U oder L).
·
Mit der Schaltfläche CW
kann bei Analog-Transpondern schnell
zwischen SSB und CW (normal) hin- und hergeschaltet werden. Für SSB
werden USB und LSB dabei entsprechend der Eintragung im File Doppler.SQF
eingestellt. Bei FM-Satelliten ist die Funktion deaktiviert.
·
Die Anzeige der
Hörbarkeitsbereiche mehrerer ausgewählter Satelliten (M),
·
der Wechsel zwischen 2
Zoomfaktoren bei den 2D Weltkarten (Z).
Bei den 3D-Karten ist diese Funktion nicht verfügbar.
Wegen der weiteren Wahlmöglichkeiten bei der Grafik wird auf die Hinweise zum
Menü 'Optionen' verwiesen (C II 7b).
·
Die Darstellung der Spur
(Ground Track) des nächsten Orbits (G).
Der Abstand der einzelnen Punkte entspricht 2 Minuten. Die Einblendung kann
entweder verübergehend (Gt) oder dauerhaft (G+) erfolgen. Bei verübergehender
Einblendung wird die Spur bei dem
nächsten Update der Grafik, bei einem Satellitenwechsel, der Änderung des
Zoomfaktors oder einem erneuten Anklicken der Schaltfläche (G-) wieder ausgeblendet.
·
die Einblendung der Sonnenlinie (S). Die Sonnenlinie ist
hilfreich für die Feststellung, ob ein Satelliten im Sonnenlicht fliegt oder im
Erdschatten (Eklipse). Nur, wenn sich der Hörbarkeitsbereich des Satelliten und
der Sonnenbereich auch nicht teilweise überschneiden, liegt eine Eklipse vor.
·
Die
Einblendung von Pfeilen, die die Bewegungsrichtungen der Satelliten anzeigen
(D),
·
die Umschaltung zwischen den 3 möglichen Größen des
SatPC32-Programm-Fensters (W1, W2, W3),
·
die
Darstellung der Erde in 3D-Form (3D).
·
Durch Anklicken eines
der Buchstabenfelder unterhalb der Grafik kann der aktuelle Satellit gewechselt
werden. Ein derartiger Wechsel ist zusätzlich möglich durch (einfaches)
Anklicken des Namens in der Auswahlliste im Menü 'Satelliten' (oder durch
Markierung des Satellitennamens in der Auswahlliste) und anschließenden Klick
auf die Schaltfläche 'akt. Satellit' im Menü 'Satelliten'.
Hiermit lässt sich der Bahnverlauf des
aktuellen (und der übrigen ausgewählten) Satelliten für einen beliebigen
Zeitraum und in beliebigen Zeitschritten zwischen 1 Sekunde und 12 Stunden
darstellen.
Nach
Aufruf der Funktion wird zunächst ein Dialogfeld für die zeitlichen Vorgaben
eingeblendet. Sodann wird unter der Menüleiste eine Schaltfläche mit
Richtungspfeilen angezeigt.
Durch Anklicken
lassen sich die künftige oder vorhergehende Bahnpositionen aufrufen. Daneben
wird dann an Stelle von 'V-' die Schaltfläche 'F-' angezeigt, die durch
Anklicken aktiviert (F+) und deaktiviert (F-) werden kann. Ist sie aktiviert,
wird der Zeitschritt zwischen den Berechnungen verfünffacht, um eine schnellere
Navigation zu ermöglichen.
Ein Satellitenwechsel, die Einblendung aller
ausgewählten Satelliten, der Spur, der Sonnenlinie, der Richtungspfeile, die
Umschaltung auf 3D-Darstellung oder der Wechsel des Zoom-Faktors werden mit dem
nächsten Aufruf wirksam.
Mit dieser Funktion kann ein MA-Wert
vorgegeben werden. Das Programm errechnet sodann den genauen Zeitpunkt dieses
Wertes. Die Bedeutung des MA-Wertes ist bereits oben unter C 1 beschrieben
worden.
3. Menü
Satelliten
Das Menü 'Satelliten' öffnet ein
Dialogfeld mit 3 Listenfeldern. Hinweise zu den Quellfiles sind bereits oben
unter 1. erfolgt. Hierzu finden Sie ausführliche Hinweise auch im FAQ-Text.
Die Auswahl des Quellfiles erfolgt in der
linken Liste. Wenn Sie ein Quellfile markieren und später die OK-Taste
anklicken, wird der Name des Quellfiles für spätere Starts gespeichert. Steht
ein neueres File zur Verfügung, muss nur dessen Name in der Liste markiert (und
OK betätigt) werden. Enthält das gewählte File keine Daten für wenigstens einen
der ausgewählten Satelliten (vgl. unten) wird die OK-Taste blockiert. Es müssen
dann ein anderes Quellfile oder andere Satelliten ausgewählt werden.
Die mittlere Liste zeigt die Namen der Satelliten
an, für die das Quellfile Daten enthält. Die Übernahme eines Satelliten in die
rechte Liste (Auswahlliste) erfolgt durch Doppelklick auf den Namen oder durch
Markierung des Namens und anschließenden Tastendruck (bel. Taste). Entsprechend
wird ein Satellit durch Doppelklick auf den Namen oder durch Markierung und
anschließenden Tastendruck aus der Auswahlliste entfernt.
In die Auswahlliste können maximal 12
Satelliten gleichzeitig eingetragen werden.
Durch einfaches Anklicken (Markieren) eines
Satellitennamens in der Auswahlliste werden drei Schaltflächen des Menüs
aktiviert:
·
Mit dem Schalter
'entfernen' kann der Satellit aus der Auswahl entfernt werden.
·
Mit der Schaltfläche
'zeigen e/a' wird festgelegt, ob der Satellit in der Weltkarte angezeigt wird,
wenn die Funktion 'M' aktiviert ist. Bei Satelliten, die angezeigt werden, wird
vor den zugehörigen Buchstaben ein Sternchen gesetzt. Die Einstellungen werden
bei Betätigen der OK-Taste gespeichert.
·
Mit der Schaltfläche 'akt.
Satellit' schließlich wird der betreffende Satellit als aktueller (vgl. oben)
ausgewählt.
Die Schaltfläche 'Sat-Namen' öffnet ein
Untermenü mit Optionen für die Verwendung
von Satelliten-Namen. Diese Optionen sind in erster Linie von Bedeutung
bei Verwendung von Space-Track -Kepler-Datenfiles. In diesen Files werden
vielfach sehr lange, von den AMSAT-Bezeichnungen abweichende Satelliten-Namen
verwendet. Mit den vorstehenden Optionen kann man wählen, ob SatPC32 die
Original-Namen verwenden soll, oder – soweit verfügbar die entsprechenden
AMSAT-Namen und schließlich, ob SatPC32 nur solche Satelliten aus dem Quellfile
berücksichtigen soll, für die AMSAT-Namen verfügbar sind.
Das Programm bezieht die AMSAT-Namen aus dem Hilfsfile AmsatNames.SQF. Dies File
kann im Menü „?“, „Hilfsdateien“ aufgerufen und editiert werden, wenn neue
Satelliten verfügbar werden.
In diesem Zusammenhang ist auch das Hilfsprogramm „SatRename“ von Bedeutung,
das aus Space-Track-Files neue Quellfiles erzeugt, in denen die Space-Track-Namen
durch die AMSAT-Namen ersetzt sind.
Die Schaltfläche 'Sat-Gruppen' öffnet eine
Liste mit den Namen der vorhandenen Satelliten-Gruppen. Durch Doppelklick auf
die Liste oder durch Markieren in der Liste und anschließendes 'OK' kann auf
eine andere Gruppe gewechselt werden. Soll die Gruppe editiert werden, muss der
Name markiert und 'bearbeiten' angeklickt werden.
Die Schaltfläche ‚’Update Keps’ öffnet ein
Fenster mit einer Liste von Internet-Adressen, von denen Sie Quellfiles mit
Keplerdaten herunterladen können. Dies ist die einfachste Art, die von SatPC32
verwendeten Keplerdaten zu aktualisieren.
Wird ein Quellfile erfolgreich
heruntergeladen, erscheint das File bzw. die aktualisierte Fassung des Files in
der linken Liste des Menüs ’Satelliten’. Ist dies File einmal für die
Verwendung durch SatPC32 ausgewählt worden, verwendet das Programm automatisch immer die aktuelle Fassung des Files. Außer dem Download sind deshalb
keine weiteren Schritte zur Aktualisierung der Keplerdaten erforderlich.
Im Lieferzustand sind die Adressen der
beiden Celestrak-Datenfiles
’amateur.txt’ und ’noaa.txt’ und die Adresse des AMSAT-Files ’nasa.all’ in der
Liste voreingetragen.
.
’Amateur.txt’ enthält die Daten der für den
Amateurfunk über Satelliten interessierenden Satelliten, ’noaa.txt’ die Daten
einer Reihe von NOAA-Wettersatelliten.
Will man mit diesen Files arbeiten, empfiehlt es sich, in SatPC32 die Satelliten in Gruppen anzulegen,
z.B. die Amateurfunksatelliten in der Gruppe ’Standard’, die NOAA-Satelliten in
der Gruppe ’Wetter1’, usw.
Das File ’Nasa.all’ enthält Daten für die
Amateurfunksatelliten, einige Wettersatelliten und andere Satelliten wie die
ISS oder das Hubble-Weltraum-Teleskop, womit dies File allein für die meisten Amteurfunkzwecke ausreicht.
Wenn Sie weitere Download-Adressen verwenden
wollen, können Sie diese durch Editieren des Textfiles ’Celestrak.SQF’ im
SatPC32-Verzeichnis tun.
Achtung: Die
SatPC32-Download-Funktion unterstützt nur den Download von Http-Servern, nicht
den unmittelbaren Download von FTP-Servern. Tragen Sie also keine Adressen
derartiger Server ein.
Eine Catsteuerung findet nur bei Satelliten
statt, für die sich Frequenzangaben in dem Hilfsfile DOPPLER.SQF befinden.
Hierzu erfolgen Erläuterungen weiter unten.
a. Die
Empfangs- und Sendefrequenz kann innerhalb der angezeigten Grenzen manuell
eingegeben werden. Die automatische Steuerung wird in diesem Falle deaktiviert,
um eine ungewollte Änderung durch die Automatik zu verhindern. Erneutes
Aktivieren erfolgt durch Anklicken der Schaltfläche C oben links auf dem
Bildschirm.
b. Das
Intervall für die CAT-Steuerung kann in unterschiedlichen Schritten eingestellt
werden, getrennt für FM- und SSB/CW-Satelliten. Bei FM-Betrieb ist die
Einstellung nicht sehr kritisch, Werten von etwa 500 sind auf jeden Fall nicht
zu hoch. Für SSB-Betrieb sollte der Wert 100 Hz nicht überschreiten, da eine
solche Frequenzdrift sich bereits deutlich hörbar auf die Tonhöhe eines Signals
auswirkt.
Die Satelliten benutzen üblicherweise Uplink-
und Downlinkfrequenzen in unterschiedlichen Bändern. Das Programm misst das
Erreichen des Intervalls automatisch an der höheren der beiden Frequenzen.
Eine Ausnahme besteht insofern bei den
Yaesu-Transceivern FT-817, FT-857, FT-897. Bei diesen wird auf dem niedrigeren
Band die Frequenz erst aktualisiert, wenn auch dort das Intervall erreicht ist.
Da bei den meisten Satelliten der Uplink im niedrigeren Band liegt, muss das
Programm dadurch nur bei etwa jedem 3. Update auch die Uplink-Frequenz aktualisieren.
Das bei diesen Geräten unvermeidliche "Toggeln" der VFOs wird dadurch
soweit wie möglich reduziert.
c. Die
Genauigkeit der automatischen Frequenznachführung lässt sich beim FT-736R mit der Mittenanzeige des S-Meters und beim
FT-847 mit der im Menü # 34 im
SAT-Betrieb einstellbaren Diskriminatoranzeige beobachten.
Ergeben sich danach Ungenauigkeiten, können diese durch Eingabe von
Korrekturwerten ausgeglichen werden. Bei SSB-Satelliten geschieht das durch
Korrektur der Uplink-Frequenz, ausgenommen bei den
Yaesu-Semi-Duplex-Transceivern FT-817, FT-857 und FT-897. Da man sich bei
diesen nicht zurückhören kann, erfolgt die Korrektur bei der Downlink-Frequenz.
Auch die Wirksamkeit dieser Korrektur lässt sich an den
S-Meter-Mittenanzeige verfolgen.
Die Korrektur der Uplink bei SSB-Satelliten
erfolgt mit den Up/Down-Reglern im Menü CAT. Die 10-Hz-Korrekturschritte können auch mit den "normalen"
+/- Tasten der Tastatur, die 100-Hz-Korrekturschritte mit den +/-Tasten des
numerischen Blocks vorgenommen werden.
Die Korrektur der Downlink erfolgt mit den entsprechenden Reglern im Menü CAT.
Die 10-Hz-Schritte können mit den Up/Down-Tasten 8/2 und die 100-Hz-Schritte
mit den Tasten 9/3 im numerischen Block vorgenommen werden.
Die Downlink-Korrektur-Regler werden bei FM-Satelliten deaktiviert.
Erfahrungsgemäß sind bei diesen Satelliten kaum Korrektureinstellungen
erforderlich. Sie sind aber gleichwohl
mit den 3 Reglern, die sonst der Uplink-Korrektur dienen, möglich. Darum
wechselt bei diesen die Bezeichnung dann in "Freq. Korr.". Bei der
Korrektur werden beide Frequenzen
gleichzeitig korrigiert, die niedrigere der beiden Frequenzen um einen analogen
Wert. Wenn also z.B. der Downlink auf 70 cm erfolgt und der Uplink auf 2 m,
wird die Uplink-Frequenz um rd. 1/3 des angezeigten Wertes korrigiert. Dies
basiert auf der Annahme, dass die Satellitenfrequenzen einheitlich abgeleitet
werden und Abweichungen zur Bodenstation sich deshalb analog auf beide
Frequenzen auswirken.
Bei Vfo-Betrieb gilt dies naturgemäß nicht.
Durch die Korrektur nur der Uplink-
Frequenz hat man die Möglichkeit, das
eigene, zurückgehörte Signal in der Tonhöhe zu variieren. Das kann z.B. infolge
Ungenauigkeiten der Bahndaten, als Folge von Temperaturschwankungen oder
infolge Brechungserscheinungen erforderlich werden.
In dem Zusammenhang ist bei SSB-Betrieb im
übrigen von größter Wichtigkeit, dass die PC-Uhr sekundengenau eingestellt ist.
Bei steilen Durchgängen im Bereich des Übergangs von der Anflug- zur
Wegflugphase des Satelliten kann die Dopplershift innerhalb einer Sekunde auf
70 cm bis nahezu 60 Hz pro Sekunde driften. Eine Ungenauigkeit von einigen
Sekunden kann daher die Tonhöhe des eigenen Signals schon ganz erheblich
beeinflussen.
Ebenso wichtig ist die Verwendung aktueller
Keplerdaten. Neue Keplerdaten werden z.Zt. wöchentlich in den PR-Mailboxen
veröffentlicht. Keplerdaten, die bereits mehrere Monate alt sind, sind
jedenfalls für SSB-Betrieb nicht mehr geeignet.
Die Korrektur mit der hier beschriebenen
Funktion ist nicht dauerhaft, sondern gilt nur bis zur Wahl eines anderen
Satelliten oder bis zur Programmbeendigung. Sollten sich dauerhaft Abweichungen
ergeben, müssen diese im File DOPPLER.SQF berücksichtigt werden.
Die hier beschriebene Funktion kann zur
Feststellung der Ungenauigkeit eingesetzt werden, vgl. die Erläuterungen zum
File DOPPLER.SQF.
d. Manche
Satelliten arbeiten auf mehreren Frequenzen. Wenn diese im File DOPPLER.SQF
eingetragen sind, kann durch Anklicken in der Liste des Dialogfeldes
'CAT-Steuerung' zwischen den Frequenzen umgeschaltet werden. Die Wahl ist
ebenfalls nicht dauerhaft. Beim Start verwendet SatPC stets das in der Liste an
erster Stelle für den betreffenden Satelliten eingetragene Frequenzpaar. Bei
Editierung des Files DOPPLER.SQF ist deshalb darauf zu achten, dass das
hauptsächlich benutzte Frequenzpaar auch vor den anderen Frequenzen des
Satelliten eingetragen wird.
e. Bei den
Analogtranspondern (Satelliten, die SSB- und CW-Betrieb ermöglichen) sind
genaue Frequenzvorgaben wichtig. Sie entscheiden darüber, ob man bei Aufruf
eines Satelliten, z.B. FO-20, das eigene
Signal sofort in der richtigen Tonhöhe zurückhört. Wegen
gerätespezifischer Unterschiede wird das mit den im File Doppler.SQF voreingetragenen
Frequenzwerten nicht der Fall sein. Vielfach wird man sein eigenes Signal
überhaupt nicht sofort hören.
Mit den Möglichkeiten des Menüs CAT lassen sich die
für Ihr Gerät passenden Frequenzwerte jedoch leicht und schnell bestimmen und
automatisch im File Doppler.SQF speichern.
Achtung: Die folgenden Ausführungen gelten nicht für
Yaesu-Transceiver FT-817, FT-857, FT-897 . Lesen Sie die "Hinweiser für
Yaesu-Benutzer"(Menü "?") wie Sie bei diesen Geräte die
Frequenzeintragungen optimieren können.
Gehen Sie bei den übrigen Geräten wie folgt vor:
aa. Rufen Sie den
gewünschten Satelliten, z.B. FO-20 auf, während dieser hörbar ist.
bb. Suchen Sie
mit dem VFO eine freie Frequenz.
cc. Gehen Sie auf
Sendung und pfeifen Sie in das Mikrofon oder senden Sie CW-Zeichen und
korrigieren Sie gleichzeitig mit
den TX-Korrektur-Reglern im CAT-Menü
oder den +/- Tasten der Tastatur die TX-Frequenz, bis Sie Ihr Signal in der richtigen
Tonhöhe hören.
dd. Klicken Sie
dann im Menü CAT auf die Schaltfläche "Freq. Daten ändern/speichern"
und in dem sich dann öffnenden Menü auf "Uplink-Korrektur".
Das Programm modifiziert daraufhin automatisch den
Eintrag der Sendefrequenz im File
Doppler.SQF. Bei späteren Aufrufen des Satelliten sollten Sie Ihr Signal
dann sofort hören. Evtl. kleine Abweichungen können dann ohne neue Speicherung
mit den Reglern im Menü CAT oder den +/- Tasten korrigiert werden.
ee. Bei Satelliten, die die Verwendung eines
Temperaturschwankungen ausgesetzten Konverters oder Transverters erfordern, wie
z.Zt. AO-40 ((Downlink 13 cm, Uplink 70
oder 23 cm) werden Sie trotzdem meist
bei jedem Aufruf zunächst Ihr Signal suchen und Ihre TX-Frequenz anpassen müssen.
Mit den
Möglichkeiten des SatPC32-Menüs 'CAT' können Sie jedoch Ihr Signal schnell und
einfach finden. Dazu nutzt das Programm den Umstand, dass sich die jeweiligen
temporären Frequenz-Abweichungen durch Auswertung der aktuellen Frequenz der
Satellitenbake bestimmen lassen. Hierzu muss das File Doppler.SQF jedoch die
richtigen Frequenzvorgaben enthalten.
Gehen Sie wie folgt vor:
aaa.
Korrigieren Sie zunächst wie unter oben cc. und dd. beschrieben Ihr
TX-Signal, bis Sie sich in der richtigen Tonhöhe hören und speichern Sie die
TX-Korrektur.
bbb.
Stimmen
Sie anschließend mit dem VFO auf die
Baken-Frequenz ab, bis sie das Signal
auf Schwebungsnull empfangen. Klicken
Sie dann im Menü CAT auf die Schaltfläche "Freq. Daten ändern/speichern"
und in dem sich dann öffnenden Menü auf "RX/TX-Freq."
Achtung:
Die
Schritte zu aaa. und bbb. müssen Sie nur einmal vornehmem, also bei späteren Aufrufen des
Satelliten nicht wiederholen!
Wenn Sie den Satelliten später
aufrufen, stellt das Programm den RX sofort auf die gespeicherte Bakenfrequenz
ein (unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Dopplershifts).
Wahrscheinlich werden Sie das Bakensignal dann aber infolge temperaturbedingter
Frequenzschwankungen des Konverter-Mischers nicht sofort mit Schwebungs-Null
empfangen. Stimmen Sie deshalb zuerst
den Empfänger mit dem VFO auf das Bakensignal ab, bis Sie es wieder auf Schwebungsnull empfangen.
Klicken Sie anschließend im Menü
CAT auf "Akt. Abweichg. korrigieren". Das Programm stellt dann automatisch den richtigen Korrekturwert
für die Uplink-Frequenz ein, so dass Sie sich danach auf einer freien Frequenz
sofort zurückhören können.
Lesen Sie bitte auch die Erläuterung im FAQ.htm ,
Abschnitt "Betrieb über AO-40".
Mit dem Dialogfeld 'Rotorsteuerung', das durch den entsprechenden
Menüpunkt aufgerufen wird, können verschiedene Antennensteuerfunktionen
ausgeführt werden.
a. Die
Antennenstellung kann manuell vorgegeben werden. In diesem Falle wird die
automatischen Nachführung deaktiviert, um eine unbeabsichtigte automatische
Rückführung der Antenne zu verhindern. Eine erneute Aktivierung erfolgt mit der
Schaltfläche R oben links.
b. Die Antenne kann durch Anklicken der Schaltfläche 'Parken' in eine
bestimmte Parkposition gefahren werden.
Azimut und Elevation der Parkposition können durch Eintrag in den
entsprechenden Textfeldern beliebig gewählt und durch Anklicken der Schaltfläche 'Speichern' gespeichert
werden. Durch Aktivierung der Option
'Nach Pass autom. Parken' wird das Programm veranlasst, die Antenne automatisch
in die Parkposition zu steuern, wenn nach einem Satellitenübergang die
Mindest-Elevation unterschritten wird
c. Die
vom Programm durchgeführte Einstellung der Antennen kann in allen Richtungen in
1-Grad-Schritten korrigiert werden. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass die
horizontale Auflösung des AMSAT- Rotorinterface >1 Grad ist, so dass nicht
bei jedem Schritt der Rotor anläuft. Außerdem kann der im Programm vorgesehene
Ausgleich des Rotornachlaufs zu einer Verzögerung bei der vorliegenden Funktion
führen.
Die Korrektur mit dieser Funktion ist nicht
dauerhaft, sondern gilt nur bis zur Beendigung des Programms. Dauerhafte
Korrekturen müssen mit dem Menü Rotor-Setup vorgenommen werden.
Die Funktion lässt sich auch für Testzwecke
einsetzen, z.B., um die richtige Einstellung des Verzögerungswertes für die
Rotorsteuerung im Menü ’Rotor-Setup’ zu prüfen. Werden die Einzelschritte (mit
der obigen Einschränkung) durch die Rotoren korrekt ausgeführt, ist die
Einstellung des Verzögerungswertes hoch genug. Der Verzögerungswert darf jedoch
auch nicht höher als nötig gewählt werden. Andernfalls flackern u. U. die LEDs
des Interface bei der automatischen Nachführung auf, auch wenn die
Satellitenposition sich nicht entsprechend geändert hat. Dies kann man überprüfen,
in dem man die Nachführung in Intervallen wählt und dann z.B. eine
Rotornachführung bei Phase-III-Satelliten durchführt, die ihre Position nur
langsam ändern. Solange die Position sich nicht tatsächlich entsprechend
geändert hat, dürfen die LEDs am Interface keine Reaktion zeigen.
d. Die
Antenne kann schließlich durch Anklicken des Rufzeichens in der Liste auf eine
bestimmte Station ausgerichtet werden. Diese Funktion ist nützlich, um nach
Satellitenbetrieb die Antenne wieder auf eine bestimmte Station, z.B. eine
Mailbox, auszurichten. Rufzeichen und Richtung der Station (0 - 360) sind in
dem File STANDPOS.SQF gespeichert. Die Editierung dieses Files kann mit einem
Editor, z. B. Notepad, erfolgen. Die Elevation wird bei dieser Funktion
automatisch auf 0 gesetzt.
a. Mit
dem Menü Mode kann die Art der Doppler-Korrektur festgelegt werden:
aa. Korrektur von Uplink- und
Downlinkfrequenz
Hierbei werden Uplink- und Downlinkfrequenz
korrigiert. Diese Korrektur bewirkt, dass die Frequenzen am Satelliten konstant
bleiben. Führen zwei Stationen diese Art der Korrektur durch, können sie sich
im Prinzip ohne Nachregelung während eines Durchgangs hören, obgleich die Drift
der Dopplershift für sie unterschiedlich verläuft.
Die Situation bei dieser Methode ist im
Prinzip die gleiche wie bei Pacsatbetrieb: Alle Stationen kommen trotz
unterschiedlicher Dopplershiftwerte auf der selben Frequenz am Satelliten an
und alle Stationen hören die selbe vom Satelliten abgestrahlte Frequenz.
Die Methode hat zudem den Vorteil, dass
mehrere, auf unterschiedlichen Frequenzen arbeitende Stationen den
gegenseitigen Abstand beibehalten. Das zu erwartende QRM ist also geringer als
bei den nachfolgend genannten Verfahren.
M.E. ist die vorliegende Methode deshalb
eindeutig diejenige, die den anderen vorzuziehen ist, vorausgesetzt allerdings,
beide QSO-Partner verfügen über eine automatische Dopplerkorrektur.
bb. Korrektur allein der Uplinkfrequenz
Diese Methode ist verbreitet. Ihr Vorteil
besteht darin, dass sie QSOs mit Stationen ohne automatische Korrektur
erleichtert, da diese dabei nur die Uplinkfrequenz korrigieren müssen und nicht
beide. Im Prinzip ist bei einem QSO für beide Partner (die über eine
automatische Korrektur verfügen) keine manuelle Nachregelung nötig, wenn die
Drift der Dopplershift für beide Stationen im wesentlichen gleich verläuft,
also bei relativ geringer Entfernung der Stationen voneinander.
cc. Korrektur nur der Downlinkfrequenz
Hierfür gilt im Prinzip das gleiche wie für
bb.
Die jeweilige Einstellung der
Korrekturmethode wird oberhalb des Datums eingeblendet. Der eingestellte Modus
kann mit dem Menü Mode gespeichert werden.
Der Betrieb über die Pacsats erfolgt auf
Festfrequenzen. Hierbei kommt naturgemäß nur die Korrekturmethode aa. in Betracht.
Bei einem Wechsel auf einen solchen Satelliten wird sie deshalb automatisch
eingestellt. Sie kann aber manuell geändert werden. Das gleiche gilt im übrigen
für den Vfo-Modus, vgl. unten.
b. Für
Icom-Geräte enthält das Menü zusätzlich eine Liste mit den in 'IcomPar.SQF'
eingetragenen Paaren von Geräteadressen. Insofern wird auf die Ausführungen
oben II b verwiesen. Die Auswahl erfolgt durch Markieren in der Liste und
anschließendes 'OK'.
7. Menü Setup
Achtung: Neben den nachfolgend
beschriebenen Einstellmöglichkeiten können ab Programmversion 12.2 einige
weitere Einstellungen im File "DivOptions.SQF" vorgenommen werden,
vlg. unten D10 und F9.
Das Menü 'Setup' umfasst 4 Untermenüs:
a. Beobachter
Bei Aufruf dieses Menüs wird das Hilfsprogramm 'SatSetupObs.Exe'
gestartet.
Mit diesem Menü können die
Einstellungen zum Standort des Beobachters und
zum Zeitversatz UTC – Lokalzeit
vorgenommen werden.
Ausserdem kann ein Dateifilter für Keplerdaten-Files festgelegt werden, um
derartige Files in Verzeichnissen, die auch anderen Dateien enthalten, leichter auswählen zu können. Voreingestellt ist das Filter '*.*', bei dem sämtliche Dateien eines
Verzeichnisses angezeigt werden. Bei Verwendung eines speziellen Verzeichnisses
für Keplerdaten-Files (z.B. des als Vorgabe von SatPC verwendeten
Unterverzeichnisses des
SatPC-Verzeichnisses 'Kepler' ) ist eine Änderung nicht nötig.
Das Programm enthält selbst alle notwendigen Hinweise zu den einzelen
Parametern. Klicken Sie auf den Wert des einzelnen Parameters in der Liste und
dann auf 'Hilfe', um sich den jeweiligen Hilfetext anzeigen zu lassen.
b. Rotor-Setup
aa. Mit
diesem Menü können Sie aus der Liste der von SatPC32 unterstützten
Rotor-Interfaces und –Controller ein Gerät auswählen. Ausser beim IF-100, das
von SatPC32 direkt gesteuert wird, wählt das Programm dann automatisch dass für
das jeweilige Interface benötigte Server-Programm. Ab Programm-Version 12.4 ist es nicht mehr erforderlich, das
Server-Programm und dessen Hilfsfiles in das SatPC32-Verzeichnis zu kopieren,
wie das in früheren Versionen der Fall war.
Ausführliche Hinweise zu allen unterstützten Rotorsteuerungen können Sie sich
mit dem SatPC-Menü '?', 'Hinweise [Rotor]' anzeigen lassen. Dort finden Sie
auch Hinweise bezgl. der weiteren im oberen Abschnitt des Menüs 'Rotor-Setup'
vorzunehmenden Einstellungen.
Ausserdem können Sie sich online Hilfetexte anzeigen lassen. Markieren Sie den
Wert des jeweiligen Parameters in der Liste und klicken Sie dann auf Hilfe.
bb. Im unteren Abschnitt des Menüs können optionale Einstellungen für
die Rotorsteuerung vorgenommen werden.
aaa.
Festgelegt werden kann, ob die Nachführung erfolgen soll in zeitlichen
Intervallen oder auf Grund von Positionsänderung des Satelliten
(Winkeländerung). Sowohl das Intervall als auch die Winkeländerung, bei deren
Erreichen die Nachführung, horizontal oder vertikal, erfolgen soll
(Nachführwinkel), können frei gewählt werden. Als Intervall haben sich bei mir
(Antenne: 70 cm: 2 x 21, 2 m: 2 x 9) bei den LEO-Satelliten 10 Sekunden und als
Winkel 5 Grad bewährt.
bbb. Bei der Nachführung anhand Winkeländerung kann (nur für die azimutale Nachführung) gewählt werden, ob diese mit konstantem Winkel erfolgen soll oder gewinnänderungsabhängig. Bei einer hohen Elevation des Satelliten ändert sich das Azimut des Satelliten sehr schnell. Bei einem konstanten azimutalen Nachführwinkel wird die Antenne dann sehr häufig nachgefüh